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Die Brände in Kalifornien haben bereits 5700 Gebäude niedergebrannt.

KEYSTONE/AP/MARCIO JOSE SANCHEZ

(sda-ats)

Die Zahl der Toten durch die verheerenden Waldbrände in Kalifornien ist weiter gestiegen. Nach Behördenangaben kamen durch die Feuer bislang mindestens 40 Menschen ums Leben. Ein Ende des Infernos war am Wochenende nicht in Sicht.

Allein im nördlich von San Francisco gelegenen Bezirk Sonoma starben mindestens 20 Menschen. Am Rande des Winzerortes standen am Samstag (Ortszeit) ganze Hügel in Flammen, immer mehr Häuser brannten ab.

Gegen die Waldbrände in Kalifornien ist ein Grossaufgebot von mehr als 10'000 Feuerwehrleuten im Einsatz. Die Feuerwehrleute, die aus mehreren Bundesstaaten zusammengezogen wurden, seien rund um die Uhr im Einsatz und kämpften gegen insgesamt 16 grosse Brände, teilten die Behörden am Samstag weiter mit. Winde fachten die Feuer an und erschwerten den Einsatz der Helfer.

Immerhin an einigen Stellen gewannen die Feuerwehrleute am Wochenende die Oberhand. So war das verheerende Tubbs-Feuer in dem am schlimmsten betroffenen Landkreis Sonoma County am Samstag etwa zur Hälfte eingedämmt.

Weiterhin viele Vermisste

Nach Angaben der kalifornischen Wald- und Feuerschutzbehörde (Cal Fire) wurden bei den seit einer Woche wütenden Bränden bereits rund 5700 Gebäude auf 864 Quadratkilometer Land zerstört. Rund 100'000 Menschen seien vor den Flammen in Sicherheit gebracht worden.

Kaliforniens Gouverneur Jerry Brown gab bekannt, das Weisse Haus habe Direkthilfen für Familien in vier Regionen bewilligt. "Nichts, was ich in diesem Bundesstaat gesehen habe, war jemals so schlimm." Niemand werde die Verzweiflung, den Horror und die Vertreibung vergessen, wurde er von "Sacramento Bee" zitiert.

Trotz der Zusicherung von Hilfen wurde Kritik an US-Präsident Donald Trump laut: Am Samstag konzentrierte er sich auf seinem Twitter-Konto auf die Themen unter anderem auf den Fernsehauftritt seines Sohnes Eric - zu den Bränden in Kalifornien schwieg er.

Nicht alle Opfer konnten identifiziert worden. Bei den Behörden gingen mehr als 1300 Vermisstenmeldungen ein, allein im Bezirk Sonoma wurden mehr als 200 Menschen vermisst.

Die Waldbrände sind die tödlichsten in der Geschichte Kaliforniens. Im Jahr 1933 starben beim "Griffith-Park"-Feuer in der Region von Los Angeles mindestens 29 Menschen, 1991 kamen in den Bränden von "Oakland Hills" 25 Menschen ums Leben.

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SDA-ATS