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Am helllichten Tag ist in der Börse von Jakarta ein Wandelgang über der Eingangshalle eingebrochen. Unter den Verletzten sind Dutzende Studenten.

KEYSTONE/AP

(sda-ats)

Im Gebäude der indonesischen Börse ist ein oberes Geschoss teilweise zusammengebrochen und auf Menschen in der Lobby gestürzt. Dabei wurden in der Hauptstadt Jakarta am Montag mindestens 75 Menschen verletzt, wie die Polizei mitteilte.

Fernsehbilder zeigten panisch schreiende Menschen inmitten von Trümmern der eingestürzten Galerie. Der Vorfall ereignete sich am Montagmittag (Ortszeit), während viele Menschen ihre Mittagspause in Cafés und Restaurants in der Halle verbrachten. Wie der australische Sender 9News berichtete, stürzten viele Trümmer in den Sitzbereich eines Cafés.

Auf dem Wandelgang über der Lobby hält sich eine Gruppe von 40 Studenten zu einer Führung auf, als die Konstruktion plötzlich nachgibt und mitsamt den Studenten in einer Flut aus Glas, Metall und Beton in die Eingangshalle stürzt, wie Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigen. Auch dort unten waren zu dem Zeitpunkt mehrere Menschen laut den Bildern unterwegs.

Binnen Sekunden bricht völliges Chaos aus. Überall in der Lobby liegen Trümmer. Hunderte Menschen werden aus dem Gebäude in Sicherheit gebracht, während Verletzte vor dem Gebäude im strömenden Regen erste Hilfe bekommen. Die meisten sind an Armen und Beinen verletzt, viele erleiden Knochenbrüche, wie später der Sprecher eines örtlichen Spitals berichtet.

Während etwa 20 Sekunden sei ein Krach wie von herabfallenden Gebäudeteilen zu hören gewesen, sagte die Börsenjournalistin Amailia Putri Hasniawati der Nachrichtenagentur AFP. "Alle waren ganz panisch, und sofort wurden die Leute aus dem Gebäude gebracht."

Sie habe viele blutende Menschen gesehen, sagte die Studentin Rizki Noviandi, die zum Zeitpunkt des Unglücks gerade an einem Auswahlverfahren in dem Gebäude teilnahm. "Sie wurden rasch nach draussen auf den Rasen gebracht, bis die Krankenwagen kamen."

Börse wieder geöffnet

Rund hundert Polizisten und Rettungskräfte wurden zu dem mitten im Zentrum stehenden Gebäude beordert und der Verkehr unterbrochen. Fast im gesamten Zentrum kam der Verkehr darauf zum Erliegen.

Doch schon knapp zwei Stunden nach dem Unglück wurde das Gebäude wieder geöffnet. Alle Angestellten kehrten in ihre Büros zurück, und auch die Börse nahm ihren Handel wieder auf. Beim Börsenschluss hatte der Index um 0,2 Prozent zugelegt.

Was zu dem Einsturz führte, war zunächst unklar. Das aus zwei Bürotürmen bestehende Gebäude, in dessen zwölften Stock die Weltbank ihre Niederlassung hat, wurde 1995 gebaut. Der Bauexperte Iswandi Imran vermutete Materialermüdung. Es könne sich um Rostfrass handeln oder eine andere Form von Materialzerfall, der die Statik des Wandelgangs angegriffen habe.

Vor 18 Jahren war die Börse Ziel eines Bombenanschlags radikaler Islamisten geworden, mindestens zehn Menschen wurden damals getötet und Dutzende weitere verletzt. Bei der Explosion der Autobombe in der Tiefgarage des Gebäudes wurden zudem rund 200 Fahrzeuge beschädigt. Einen Anschlag schlossen die Behörden dieses Mal aus.

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