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Rauch steigt auf am Dienstag nach dem Taliban-Angriff auf ein Polizeitrainingszentrum in der Hauptstadt der ostafghanischen Provinz Paktia, Gardes.

Keystone/EPA/AHMADULLAH AHMADI

(sda-ats)

In mehreren Provinzen Afghanistans sind bei Angriffen radikalislamischer Taliban mindestens 85 Menschen getötet worden. Die Angriffe ereigneten sich in der Nacht auf Dienstag und am Dienstagmorgen.

Bei einem der schwersten Überfälle in diesem Jahr auf ein Polizeitrainingszentrum in der Hauptstadt der ostafghanischen Provinz Paktia, Gardes, kamen am Dienstagmorgen 41 Menschen ums Leben: 21 Sicherheitskräfte, darunter der Polizeichef der Provinz, sowie 20 Zivilisten.

Das sagte der stellvertretende Innenminister, General Murad Ali Murad, am frühen Abend (Ortszeit). 48 Sicherheitskräfte und 110 Zivilisten seien verletzt worden. Viele der Zivilisten hatten am nahen Polizeihauptquartier angestanden, um Personalausweise abzuholen.

Auch die insgesamt sieben Attentäter starben. Einer hatte sich mit einer Autobome in die Luft gesprengt, ein zweiter mit einer Sprengstoffweste, bevor die anderen fünf kurz darauf bei einer Schiesserei im Trainingszentrum getötet wurden.

Schon in der Nacht auf Dienstag gegen 1.00 Uhr (Ortszeit) hatten in der an Paktia angrenzenden Provinz Gasni rund 300 Taliban das Zentrum des Bezirks Andar angegriffen, wie Bezirksgouverneur Mohammed Disiwal sagte. General Murad vom Innenministerium sagte, dass hier 25 Sicherheitskräfte und fünf Zivilisten getötet worden seien.

Auch in der westafghanischen Provinz Farah rückten Taliban in der Nacht vor und eroberten kurzzeitig das Zentrum des Bezirks Schibkoh. Die Leiterin des Provinzrats, Jaimila Amini, sagte, bei den Gefechten seien vier Polizisten getötet worden.

Nach Autobombe kommen Kämpfer

Eine Taliban-Offensive gab es nach Angaben von General Murad in der Nacht auch in einem Bezirkszentrum der Ostprovinz Wardak. Hier zündeten Taliban auch zuerst eine Autobombe und schickten dann Kämpfer. Der Angriff wurde abgewehrt, aber drei Sicherheitskräfte starben. Zu Opfern unter Taliban gab es es bei allen Vorfällen nur unvollständige Berichte.

Die Sicherheitslage in Afghanistan hat sich seit dem Ende der NATO-Kampfmission und dem Abzug der meisten internationalen Soldaten Ende 2014 drastisch verschlechtert. Die USA und mehrere NATO-Staaten wollen nun wieder einige tausend zusätzliche Soldaten nach Afghanistan schicken. Die USA haben bereits ihre Luftangriffe auf Taliban stark verschärft.

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SDA-ATS