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Schwer vom Erdbeben getroffen wurde das Dorf Sumelap im Westen Javas.

KEYSTONE/EPA/DAENG

(sda-ats)

Bei einem Erdbeben der Stärke 6,5 auf der indonesischen Insel Java sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Insgesamt wurden mindestens 900 Häuser auf der indonesischen Hauptinsel beschädigt.

Ein 62-jähriger Mann und eine 80-jährige Frau seien in eingestürzten Gebäuden getötet worden, sagte ein Sprecher des Katastrophenschutzes am Samstag. Eine 34-jährige Frau starb demnach bei der Flucht aus ihrem ebenfalls einstürzenden Haus.

Nach Angaben des Katastrophenschutzes waren unter anderem Schulen und Regierungsgebäude im Westen und dem Zentrum Javas betroffen. "Mehrere Krankenhäuser in einigen Gegenden wurden ebenfalls beschädigt, und Patienten mussten in Sicherheit gebracht werden", teilte der Behördensprecher mit.

Das Beben sorgte etwa in einem Krankenhaus im Zentrum der Insel für Risse in den Wänden, für Schäden an den Dächern und Lecks in der Sauerstoffversorgung. Etwa 70 Patienten wurden in Notunterkünfte gebracht. Für die Bürger, deren Häuser zerstört wurden, wurden Notunterkünfte in Form von Zelten bereitgestellt.

Der Katastrophenschutz war am Samstag noch damit beschäftigt, das Ausmass des Bebens zu evaluieren. Die Behörde rief die Bevölkerung daher dazu auf, weiterhin wachsam und vorsichtig zu sein.

Auch in Jakarta zu spüren

Das Erdbeben hatte sich am Freitagabend nahe der Küstenstadt Cipatujah ereignet und war auch in der Hauptstadt Jakarta zu spüren, die rund 300 Kilometer vom Epizentrum entfernt liegt.

Indonesien mit seinen mehr als 17'000 Inseln liegt auf dem so genannten Pazifischen Feuerring. Dort stossen tektonische Platten aufeinander, so dass sich besonders häufig Erdbeben und Vulkanausbrüche ereignen.

Bei einem Erdbeben der Stärke 6,5 vor der Küste der Provinz Aceh im Norden der Insel Sumatra waren im Dezember 2016 mehr als hundert Menschen ums Leben gekommen. Aceh war bereits bei der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe an Weihnachten 2004 schwer zerstört worden, damals waren etwa 170'000 Menschen gestorben.

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