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Bei einem Anschlag in einem Supermarkt im Diplomatenviertel Kabuls sind am Freitag mindestens neun Menschen getötet worden, darunter drei Ausländerinnen und ein Kind unbekannter Nationalität, wie der Polizeichef von Kabul, Mohammed Adschub Salangi, sagte.

Sechs Menschen wurden verletzt, zwei davon lebensgefährlich. Der Chefermittler der Kabuler Kriminalpolizei, Mohammad Sahir, sagte, die meisten der acht Toten seien Frauen.

Die Polizei geht davon aus, dass ein Selbstmordattentäter die Tat verübte. Wie das Ermittlerteam des Innenministeriums bekannt gab, warf der Attentäter eine Handgranate und schoss um sich, bevor er seine Sprengladung zündete.

Die radikalislamischen Taliban bekannten sich zu dem Anschlag. In einer SMS an Reporter schrieb der Sprecher der Taliban, Sabiullah Mudschahid, es sei ein Angriff auf den Chef von Blackwater gewesen. Das US-Sicherheitsunternehmen Blackwater Worldwide heisst heute Xe Services. Es war der erste grosse Angriff der Taliban in der Hauptstadt Kabul seit fast einem Jahr.

Der Supermarkt "Finest" liegt im Viertel Wasir Akbar Khan und wird regelmässig von Ausländern frequentiert. In dem Quartier in der Innenstadt haben die meisten ausländischen Botschaften ihren Sitz. Der Supermarkt liegt in der Nähe der britischen Botschaft.

Präsident Hamid Karsai verurteilte den Anschlag und erklärte, die Aufständischen seien verzweifelt, da sie nun dazu übergingen, Zivilisten und Frauen in einem Supermarkt anzugreifen. Es sei ein Angriff gegen den Islam.

Trotz Zehntausender ausländischer Soldaten in Afghanistan erreichte die Gewalt im Jahr 2010 einen neuen Höhepunkt. Gemäss dem Innenministerium kamen im vergangenen Jahr im Land fast 10'000 Menschen gewaltsam ums Leben. Über 2000 der Getöteten waren demnach Zivilisten.

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SDA-ATS