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Bei Gewalt zwischen Christen und Muslimen in Nigeria sind am Wochenende mindestens neun Menschen getötet worden. In der Stadt Jos eröffneten Soldaten am Samstag das Feuer auf protestierende Studenten.

Nach Angaben eines Generals eröffneten die Soldaten das Feuer auf die Studenten, weil diese sich geweigert hätten, auf den Campus der Universität von Jos zurückzukehren. Über Tote sei ihm nichts bekannt. Augenzeugenberichten zufolge liefen Studenten aus Ärger über mindestens zwei zuvor getötete Kommilitonen auf die Soldaten zu.

Unterdessen rissen muslimische Randalierer eine baptistische Kirche nieder. Eine weitere christliche Kirche wurde in Brand gesetzt, wie der Sprecher einer christlichen Organisation sagte. Der Gewalt seien drei Menschen zum Opfer gefallen, darunter ein siebenjähriges Kind. Am Samstag hatten christliche Studenten Muslime angegriffen, die einen Toten begraben wollten.

Ein Repräsentant einer islamischen Organisation berichtete unterdessen von vier weiteren Leichen, die in die Moschee der Stadt Jos gebracht worden seien.

Bereits 200 Tote im Januar

Die Umgebung der Stadt Jos ist immer wieder Schauplatz blutiger Gewalt zwischen Christen und Muslimen. Bereits in der Nacht auf Freitag waren 13 Menschen bei einem Überfall von Bewaffneten auf vier christliche Dörfer ums Leben gekommen.

Die jüngste Serie der Gewalt begann mit einer Reihe von Bombenexplosionen in der Stadt, bei denen mehrere Dutzend Menschen getötet wurden.

Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch fielen in der Region im Jahr 2010 mindestens 1000 Menschen der Gewalt zum Opfer. Im Januar seien bereits rund 200 weitere ums Leben gekommen.

Hintergrund der Gewaltausbrüche sind ethnische, wirtschaftliche und politische Auseinandersetzungen. Das ölreiche Nigeria ist in einen muslimisch geprägten Norden und einen christlich dominierten Süden geteilt.

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SDA-ATS