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Itir Esen wurde ein Tweet zum gescheiterten Putsch gegen Präsident Recep Tayyip Erdogan zum Verhängnis.

KEYSTONE/AP ap

(sda-ats)

Die Siegerin der Miss-Türkei-Wahl ist ihre Krone wegen einer als anstössig gewerteten Twitter-Botschaft wieder los. Itir Esen verlor ihren Titel nur einen Tag nach dem Gewinn am Donnerstagabend.

An ihre Stelle trat die Zweiplatzierte Asli Sümen, die nun auch zum Miss-World-Wettbewerb nach China reist.

Der 18-jährigen Esen wurde ein Tweet zum gescheiterten Putsch gegen Präsident Recep Tayyip Erdogan im Juli 2016 zum Verhängnis. In der rund um den ersten Jahrestag des Aufstandes gesendeten Botschaft hiess es: "Ich habe heute Morgen meine Periode, um den Märtyrertag 15. Juli zu feiern. Ich feiere den Tag, indem ich im Namen des Blutes unserer Märtyrer blute."

Bei dem gescheiterten Putsch wurden 249 Menschen - Putschisten nicht mitgerechnet - getötet. Damals hatte eine Gruppe Soldaten versucht, die Macht an sich zu reissen.

Die Miss-Türkei-Organisation erklärte, sie könne eine solche Mitteilung "nicht hinnehmen". Ziel der Organisation sei es, das Ansehen der Türkei in der Welt zu fördern. Der Tweet sei den Veranstaltern erst nach dem Entscheid bekannt geworden. Das Urteil sei nach stundenlangen Beratungen über dessen Inhalt gefallen.

In einer Erklärung beim Onlinedienst Instagram versicherte Esen, dass ihre Äusserungen "keinerlei politische Ziele" verfolgt hätten. Sie entschuldige sich für das Missverständnis. "Das war eine Botschaft ohne böse Ansicht", schrieb die gestrauchelte Miss. Sie sei "in Respekt für das Vaterland und die Nation erzogen" worden.

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SDA-ATS