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Modemacher Christian Lacroix bringt die Farben des Nahen Ostens ins Museum: Im Pariser Musee du Quai Branly stellt er bis Mitte Mai 150 Brautkleider syrischer, jordanischer und palästinensischer Bäuerinnen aus.

Der französische Couturier ist der künstlerische Leiter der Ausstellung "L'Orient des femmes". Die Opulenz der Farben beeindrucke ihn, unterstrich Lacroix. So sei bei den Kleidungsstücken seit dem 19. Jahrhundert das Rot ein verbindendes Element, bisweilen ergänzt von Indigo am Ärmel.

Man habe für die Ausstellung vornehmlich die Kleidung von Beduinen und Bäuerinnen herangezogen, da diese - anders als die Frauen im urbanen Umfeld - weniger unter osmanischem Einfluss standen, sagte Kuratorin Hana Chidiac.

Leider sei dieses kunstvolle Stickhandwerk fast ausgestorben - lediglich einige Palästinenserinnen und eine Handvoll Näherinnen im Norden von Aleppo praktizierten es noch: "Schwarz gewinnt leider an Boden." Dies sei auch eine Folge der kulturellen Globalisierung respektive des Aufstiegs des Fundamentalismus.

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SDA-ATS