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Mosambik droht nach mehr als zwanzig Jahren relativer Ruhe einen Rückfall in den Bürgerkrieg. Die ehemalige Rebellenbewegung Renamo kündigte am Montag das Friedensabkommen von 1992 auf, wie ihr Sprecher Fernando Mazanga sagte.

Verantwortlich dafür sei die Regierung, deren Truppen das Renamo-Hauptquartier nahe der zentral gelegenen Stadt Gorongosa angegriffen hätten. Die Einnahme der Basis, auf der sich der Sitz von Renamo-Präsident Afonso Dhlakama befinde, "markiert das Ende der Mehrparteiendemokratie", sagte Mazanga.

Die "unverantwortliche Haltung" von Staatspräsident Armando Guebuza bedeute "das Ende des Friedensabkommens".

Das Verteidigungsministerium in Maputo bestätigte, dass die Basis Sathundjira eingenommen worden sei. Einige Tage zuvor hätten Renamo-Mitglieder aber eine Militäreinheit attackiert, sagte ein Ministeriumssprecher.

Die Gewalt in dem verarmten afrikanischen Land flammt seit April immer wieder auf. Grund sind Spannungen zwischen der zur wichtigsten Oppositionspartei gewandelten Renamo und der Befreiungsfront von Mosambik (Frelimo), die seit der Unabhängigkeit 1975 die Regierung stellt. Beide Gruppen hatten sich bis 1992 über 16 Jahre lang einen blutigen Bürgerkrieg geliefert.

Drohung vor den Wahlen

Die Renamo verlangt einen stärkeren Einfluss in der Wahlkommission und bei den Streitkräften und wirft der Frelimo-Regierung vor, ihre Macht und die Ressourcen des Landes auszunutzen. Mehrere Versuche, die Konflikte in Verhandlungen zu lösen, scheiterten.

Am 20. November stehen Regionalwahlen an. Die Renamo hat angedroht, die Wahl zu stören, sollte ihre Forderung nach einer angemessenen Vertretung in der Wahlkommission nicht erfüllt werden.

SDA-ATS