Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Moskau - Zwei Jahrzehnte nach dem Rückzug sowjetischer Soldaten aus Afghanistan hat Russland dem afghanischen Präsidenten Hamid Karsai Hilfe im Kampf gegen Extremisten zugesichert. Dies machte Medwedew an einem Sicherheitsgipfel in Sotschi klar.
"Wir unterstützen den Kampf der afghanischen Regierung gegen den Terrorismus und sind bereit zu helfen", sagte Medwedew am Mittwoch in der Stadt am Schwarzen Meer. "Wir leben in derselben Region - das schafft gemeinsame Probleme und Aussichten", sagte Medwedew bei dem Treffen mit den Präsidenten Afghanistans, Pakistans und Tadschikistans.
Zweck des Treffens in Sotschi war gemäss russischen Angaben die Intensivierung der regionalen Zusammenarbeit für eine Stabilisierung Afghanistans. Moskau sei auch zum Aufbau wirtschaftlicher Beziehungen mit Kabul bereit, sagte denn auch Medwedew.
Afghanistans Staatschef Hamid Karsai dankte Medwedew für das russische Interesse an der Entwicklung am Hindukusch. Afghanistan werde die Unterstützung von Freunden und grossen Ländern wie Russland brauchen.
Vor dem offiziellen Beginn des Gipfels hatte Medwedew mit Karsai und seinem pakistanischen Kollegen Asif Ali Zardari jeweils bilaterale Gespräche geführt. An dem Treffen nahm auch Tadschikistans Staatschef Emomali Rachmon teil. In gleicher Zusammensetzung war das Quartett bereits 2009 in der tadschikischen Hauptstadt Duschanbe zusammengekommen.
Afghanistan-Trauma
Das Verhältnis zwischen Russland und Afghanistan wird noch immer vom Afghanistan-Krieg der 80er Jahre geprägt, aus dem sich die Sowjetunion 1989 erfolglos zurückziehen musste. Die UdSSR hatte im knapp zehn Jahre andauernden Krieg gegen die afghanischen Mudschaheddin eine schwere Niederlage erlitten. Rund 15'000 sowjetische Soldaten wurden getötet.
Wegen dieser Erfahrungen schreckt Moskau auch davor zurück, sich an dem US-geführten internationalen Militäreinsatz in Afghanistan zu beteiligen.
In Sotschi kamen auch Karsai und Zardari zu einem Gespräch zusammen, von dem aber nichts an die Öffentlichkeit drang. Die Beziehungen beider Länder sind sehr angespannt. Afghanistan hat dem pakistanischen Geheimdienst mehrfach vorgeworfen, den Taliban-Aufstand zu unterstützen, und damit die Regierung in Islamabad erzürnt.

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

SDA-ATS