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Nach dem Terroralarm in der Silvesternacht in München fahndet die Polizei weiter nach angeblichen potenziellen Attentätern aus Syrien und dem Irak. Dazu werden in den nächsten Tagen auch Hinweise aus der Bevölkerung kriminalpolizeilich abgearbeitet.

Ausserdem wird die Polizei in der Landeshauptstadt auch am Samstag und Sonntag verstärkt Präsenz zeigen, obwohl die Behörden am Freitagmittag Entwarnung gegeben hatten, wie ein Sprecher sagte. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hatte gesagt, es gebe gegenwärtig keine konkrete Anschlaggefahr mehr.

Nach Hinweisen befreundeter Geheimdienste hatten die Behörden am späten Silvesterabend den Hauptbahnhof sowie den Bahnhof im Stadtteil Pasing evakuiert. Es bestand der konkrete Verdacht, dass fünf bis sieben Anhänger der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) gegen Mitternacht Anschläge wie in Paris verüben wollten. Ob es die teilweise namentlich bekannten Verdächtigen überhaupt gibt, ist aber unklar.

Der erste Hinweis auf die beiden Bahnhöfe - noch ohne Details zu Namen der Verdächtigten und Zeitpunkt - kam laut "Süddeutscher Zeitung", WDR und NDR bereits spätestens am 23. Dezember, also noch vor Weihnachten. Er wurde zunächst jedoch für unwahrscheinlich gehalten. Die Informationen verdichteten sich dann aber, ein Hinweisgeber aus dem Irak wurde dort vom Bundesnachrichtendienst befragt.

De Maizière fordert engeren Austausch

Die angeblichen Täter sollten laut "Süddeutscher Zeitung" in einem Hotel in der Innenstadt untergekommen sein, waren aber nicht zu finden. Das ZDF berichtete, ein Abgleich der Namen mit Anti-Terror-Datenbanken habe keine Treffer ergeben.

Der deutsche Innenminister Thomas de Maizière will Konsequenzen aus dem Fall ziehen und sich für eine engere Zusammenarbeit mit ausländischen Geheimdiensten einsetzen. Angesichts der weiterhin ernsten Sicherheitslage werde es künftig "noch intensiver als bisher darauf ankommen, dass wir mit den Sicherheitsbehörden anderer Staaten eng zusammenarbeiten", sagte de Maizière der "Bild"-Zeitung (Samstagsausgabe).

"Auch im neuen Jahr bleibt die Lage sehr ernst", sagte de Maizière der "Bild". Der Informationsaustausch mit ausländischen Sicherheitsbehörden sei daher wichtig.

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SDA-ATS