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Mujinga Kambundji wechselt ihren Trainer

Mujinga Kambundji, die derzeit erfolgreichste Schweizer Sprinterin, wechselt ihren Trainer. Neu schreibt der Niederländer Henk Kraaijenhof statt der Deutsche Valerij Bauer die Trainingspläne.

Nach vier Jahren sehr erfolgreicher Zusammenarbeit mit Bauer will die Bernerin neue Wege gehen. Trotz aller Fortschritte habe sie das Gefühl, noch nicht ihr ganzes Potenzial ausgeschöpft zu haben. "Für diesen letzten kleinen Schritt erhoffe ich mir durch den Trainerwechsel die notwendigen zusätzlichen Impulse", liess die 25-Jährige per Communiqué verlauten.

Kambundjis Fortschritte seit dem Wechsel im Herbst 2013 nach Mannheim zu Bauer sind frappant: Über 100 m verbesserte sich die viel kräftig gewordene Schweizerin um 43 Hundertstel auf 11,07 Sekunden, über 200 m um 82 Hundertstel auf 22,42. An den Europameisterschaften 2016 in Amsterdam gewann sie Bronze über 100 m. Auf der Weltbühne an den Weltmeisterschaften in Peking 2015, den Olympischen Spielen 2016 in Rio und den Weltmeisterschaften 2017 in London blieb der Bernerin der Einzug in den Final - ihr grosses Ziel - verwehrt. Im August in London resultierte zweimal ein 10. Rang. Diesen Schritt will sie nun mit Kraaijenhof vollziehen.

"Valerij hat eine sehr klare Sprint-Philosophie und zieht die auch so durch. Henk wird nun versuchen, einen Gesamttrainingsplan für Mujinga zu entwickeln, der mehr auf ihre Stärken und Schwächen eingeht", sagte der in der Leichtathletik-Szene bestens vernetzte Patrick Magyar, der die Fäden bei diesem Trainerwechsel zog. Dabei gehe es beispielsweise um Themen wie Lockerheit in den Läufen, umsetzen der Schnellkraft oder Kraft versus Gewicht.

Kraaijenhof hat jahrzehntelange Erfahrung als Coach in verschiedensten Sportarten, vor allem aber in der Leichtathletik. Er führte beispielsweise Merlene Ottey (JAM), Nelli Cooman (NED), Sandra Farmer-Patrick (USA) oder auch die Tennisspielerin Marie Pierce (FRA) zum Erfolg. In den letzten Jahren war der Niederländer vor allem als Coach für Stress-Management tätig, 2016 veröffentlichte er zudem "Speed is what we need", ein Lehrbuch zum Sprint.

Nun gibt Kraaijenhof mit Kambundji quasi ein Comeback. Allerdings betreut er nicht wie Bauer eine Trainingsgruppe, sondern nimmt sich der Schweizerin individuell an. Kambundji wird vorwiegend in Bern trainieren, reist dann aber regelmässig für längere Aufenthalte in die Niederlande.

Den sportlichen Höhepunkt im kommenden Jahr bilden die Europameisterschaften in Berlin. Globale Titelkämpfe stehen dann wieder mit den Weltmeisterschaften 2019 in Doha und den Olympischen Spielen 2020 in Tokio an.

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