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Die Grafik "Der Tod des Leviatans" von EM Hagner ist bis 23. Dezember 2017 im Musée Visionnaire in Zürich zu sehen.

Familie Hagner

(sda-ats)

Das Musée Visionnaire in Zürich hat sich auf Art Brut, "Outsider Art", spezialisiert. Bis 23. Dezember zeigt das kleine Haus am Predigerplatz Werke von Hans Krüsi, Emil Medardus Hagner und Gebhard "Gebby" Hafner.

"Naive Kunst" nannte Hans Krüsi (1920-1995) seine Werke - Zeichnungen, Collagen, Fotokopien Fotografien und Pflanzenschablonen -, die er technisch aufwändig und mit Lust am Experiment produzierte. Entstanden sind bunte Figuren, Selbstporträts, zudem Landschaften mit Szenen voller menschlichem und tierischem Leben.

An Selbstbewusstsein hat es dem Stadtoriginal Krüsi, dem "Blumenverkäufer von der Bahnhofstrasse", nicht gefehlt. Er inszenierte sich mit grossem Elan, dekorierte Kleider sowie Accessoires und überschrieb eines seiner Werke, zweifellos mit einer guten Portion Selbstironie, mit "Hans Pygasso Krüsi".

Emil Medardus Hagner (1921-1999) gilt als der "Märchenmaler von Zürich". So überschreibt seine Tochter, die Zeichnerin Serpentina Hagner, ihren dem Vater gewidmeten Comicband, den sie am 24. August (19 Uhr) im Musée Visionnaire der Öffentlichkeit präsentiert.

Im Mittelpunkt der ausgewählten tatsächlich märchenhaften Werke stehen die kolorierten Grafiken "Arche Noah" und "Lebensbaum" und vor allem das grossformatige Triptychon "Mythologia Turicensis", das mit erzählerischer Lust Zürcher Sagen darstellt.

Gebhard Hafner (1931-2003) schliesslich hat sich der konkreten Kunst verschrieben. Überwältigend ist die Farbigkeit, die sein Werk bestimmt. Ein besonders schönes Beispiel ist die Filzstiftzeichnung "Zirkuszelt aus der Vogelperspektive". Lange Jahre war Hafner in Zürich in seiner orangen Weste der "Strassenwischer vom Bellevue". Zu malen begann er erste drei Jahre vor seinem Tod.

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SDA-ATS