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Palma de Mallorca - Ein mutmasslicher deutscher Millionenbetrüger ist bei seiner Festnahme auf der spanischen Ferieninsel Mallorca ums Leben gekommen. Nach widersprüchlichen Darstellungen hat er sich auf der Flucht selbst erschossen oder wurde von Polizisten getötet.
Nach Medienberichten vom Sonntag wollten drei Polizisten den mit internationalem Haftbefehl gesuchten Geschäftsmann in seiner Villa in Palma stellen. Der 72-Jährige ergriff nach Angaben der Fahnder jedoch mit einer Pistole in der Hand die Flucht und sprang dann von einer Klippe ins Meer.
Dort habe er zunächst in die Luft gefeuert und sich dann in den Kopf geschossen, um sich das Leben zu nehmen. Er starb Stunden später in einem Spital in Palma.
Der Deutsche war der Stiefvater des Models Fiona Ferrer, die in Spanien auch als Fernsehmoderatorin bekannt ist. Diese wies die Darstellung der Polizei zurück. Der 72-Jährige habe sich nicht umbringen wollen, sondern sei von den Beamten erschossen worden. Ein Ermittlungsverfahren soll nun die genauen Todesumstände klären.
Der Mann soll mit einem Komplizen zahlreiche Anleger und Banken in der Deutschland und anderen Ländern um 200 Millionen Euro betrogen haben. Er war deshalb bereits im April in Palma festgenommen, später aber unter Auflagen wieder auf freien Fuss gesetzt worden. Der 72-Jährige hat die Vorwürfe stets bestritten.

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SDA-ATS