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Konstanz D - Er soll die Menschen am Bodensee in Angst und Schrecken versetzt haben, schweigt aber nach wie vor hartnäckig: Der mutmassliche Taximörder von Hagnau steht seit Dienstag in Konstanz vor Gericht. Laut Anklage tötete er am 9. Juni letzten Jahres eine Taxifahrerin.
Einen Tag zuvor soll er in Singen eine 44-jährige Taxifahrerin mit einem Messer lebensgefährlich verletzt und vergewaltigt haben.
Ein Taximörder hat im vergangenen Sommer die Bodenseeregion geschockt. Der Mann schien wie vom Erdboden verschluckt. Die Polizei nahm schliesslich einen Kleinkriminellen fest. Doch was trieb ihn zu der Tat? Das Landgericht Konstanz sucht Antworten.
Wenige hundert Euro BeuteDie Staatsanwaltschaft legt dem gebürtigen Russen mit deutschem Pass Mord aus Habgier, Heimtücke und sexuellen Motiven zur Last. Seine Beute betrug wenige 100 Euro. Das Konstanzer Landgericht kündigte an, dass eine Sicherungsverwahrung für den 28-Jährigen in Betracht komme. Das Urteil soll am 8. Februar verkündet werden.
Äusserlich regungslos verfolgte der jungenhaft wirkende Angeklagte, der Fussfesseln trug und von einem Pfleger eines Spitals begleitet wurde, den Verhandlungsauftakt. Beim Betreten des Saales hatte er sein Gesicht unter einer Sturmhaube verborgen. Zu den brutalen Attacken auf die Frauen wollte er keinerlei Aussagen machen.
"Ich halte ihn für psychisch krank", sagte sein Pflichtverteidiger vor Verhandlungsbeginn. "Ob mein Mandant schuldunfähig ist, müssen aber die Richter entscheiden."
Der 28-Jährige hatte sich nach dem Verbrechen mehrere Tage in Friedrichshafen D bei Verwandten aufgehalten und war am 13. Juni in Senftenberg (Brandenburg) im Haus seiner Grossmutter gefasst worden. Auf seine Spur hatte eine DNA-Probe geführt, die von ihm wegen kleinerer Diebstähle 2007 im Raum Singen genommen worden war.
Bluttat von SingenIm Mittelpunkt des ersten Prozesstages stand die Bluttat in Singen, die das Opfer nur überlebt hat, weil es zwölf Stunden später von der Polizei gefunden wurde. "Ich habe noch nie so eine brutale Tat gesehen", sagte die Anwältin des Opfers am Rande der Verhandlung.
Die Taxifahrerin wird in einer Rehabilitations-Klinik in Tübingen wegen ihrer Lähmung behandelt und soll dort vom Gericht vernommen werden. "Ich möchte erreichen, dass der Täter nie wieder einen Fuss in Freiheit setzt", sagte die Vertreterin der Nebenklage.

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SDA-ATS