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Los Angeles - Die Mutter des verstorbenen Popstars Michael Jackson macht den Londoner Konzertveranstalter AEG für den Tod ihres Sohnes mitverantwortlich. Am Mittwoch reichte Katherine Jackson auch im Namen der drei Kinder ihres Sohnes Klage vor einem Gericht in Los Angeles ein.
Darin beschuldigt sie den Konzertveranstalter, den gesundheitlich angeschlagenen Sänger während der Proben zu einer Reihe von geplanten Comeback-Konzerten nur unzureichend medizinisch versorgt zu haben. Deshalb trage er eine Mitverantwortung am Tod des "King of Pop" im Juni 2009.
Ein AEG-Sprecher wollte sich zu der Klage zunächst nicht äussern, da er sie nach eigenen Angaben noch nicht erhalten hatte.
Laut Klageschrift war Jackson bei seiner letzten Probe im Juni körperlich ausgelaugt, er habe gezittert und sei verwirrt gewesen, heisst es in den Dokumenten. AEG Live habe den labilen Zustand des Sängers gekannt, ihn aber nicht geschont. Das Unternehmen habe damit fahrlässig gehandelt und seine vertraglichen Absprachen verletzt.
Katherine Jackson wirft AEG zudem vor, zugelassen zu haben, dass Michael Jackson nur von seinem Leibarzt Conrad Murray betreut wurde. Die US-Justiz wirft dem Arzt fahrlässige Tötung vor, weil er Jackson das starke Narkosemittel Propofol als Schlafmittel verschrieben hatte, das mit zu seinem Tod beigetragen hatte.
Verfahren gegen LeibarztIm Januar soll eine Anhörung vor dem Gericht in Los Angeles klären, ob die Beweislage für ein Verfahren gegen Murray ausreicht. Ende Juni reichte Jacksons Vater Zivilklage gegen Murray wegen Fahrlässigkeit ein.
Murray hatte Jackson nach eigener Darstellung auf dessen wiederholten und ausdrücklichen Wunsch Propofol gespritzt. Der Star erlitt am 25. Juni 2009 im Alter von 50 Jahren einen Herzstillstand und konnte von Rettungskräften nicht wiederbelebt werden.
Im Frühling 2009 hatte Jackson sein Comeback mit einer Konzertreihe in London angekündigt. Die Auftritte sollten im darauffolgenden Juli beginnen.

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SDA-ATS