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Nach Ballon-Odyssee in den USA droht Polizei der Familie mit Klage

Dieser Inhalt wurde am 18. Oktober 2009 - 18:46 publiziert
(Keystone-SDA)

Washington - Ganz Amerika hielt den Atem an, als der sechsjährige Falcon Heene angeblich in einem Heliumballon über dem US-Bundesstaat Colorado trieb. Alle bangten um den Jungen - doch als der silberne Ballon von der Form eines UFOs wieder auf der Erde war, fehlte von dem kleinen Falcon jede Spur.
Wie sich herausstellte, hatte er sich auf dem Dachboden seines Elternhauses versteckt. Inzwischen wird der Verdacht immer grösser, dass alles nur "Show" war, um Aufmerksamkeit und Medienwirbel zu erzeugen. Die Polizei droht eine Strafanzeige gegen die Eltern an.
Millionen Amerikaner konnten den Flug am Donnerstagnachmittag live verfolgen, die grossen Fernsehsender waren fast ohne Unterbrechung dabei, als der Ballon über Colorado hinwegraste.
Die Eltern Richard und Mayumi hatten berichtet, der Sechsjährige sei im Spiel in die kleine Gondel gekrochen - dann habe sich das Fluggerät von der Erde gelöst und sei in die Lüfte entschwebt. Zwar gab es von Anfang an Zweifel, ob sich der Junge tatsächlich an Bord befand. Doch die Story von der Ballon-Odyssee erschien zu schön, die Bilder wirkten atemberaubend.
Als sich nach der Landung herausstellte, dass der kleine Falcon gar nicht in der Gondel war und sich stattdessen die ganze Zeit zu Hause in einer Kiste auf dem Dachboden versteckt hatte, stellten sich Skeptiker die Frage: War das alles nichts weiter als ein "Hoax" - eine Show, ein Scherz und eine Medienente?
Bereits am Samstag wurden die Eltern verhört, ihre Wohnung auf verräterische Unterlagen durchsucht. Doch zunächst wolle man sich mit dem Staatsanwalt unterhalten - um eine passende Anklage zu finden.

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