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Nach Datenklau bei Sony wird über Täterschaft spekuliert

Wenige Tage nach Bekanntwerden des gross angelegten Datendiebstahls bei Sony hat der Konzern Spekulationen über eine Beteiligung der Hacker-Gruppe "Anonymous" genährt. Das US-Parlament wurde vom japanischen Unternehmen über entsprechende Hinweise informiert.

Bei der Attacke sei eine Datei namens "Anonymous" auf einem Server hinterlassen worden, teilte das Unternehmen in einem Brief an einen Parlamentsausschuss mit, den es am Mittwoch (Ortszeit) ausserdem im Internet veröffentlichte.

Die Datei habe den Text "We are Legion" (zu deutsch: "Wir sind eine Heerschar") enthalten. Dies sei der inoffizielle Wahlspruch des Kollektivs "Anonymous", einem losen Zusammenschluss von Internetaktivisten und Hackern. Sony war in die Schusslinie von "Anonymous" geraten, weil es einen Hacker verklagte, der die firmeneigene Spielkonsole Playstation knackte.

Spekulationen über eine Beteiligung von "Anonymous" an dem Datenraub gibt es schon länger. Die Gruppe hatte die Vorwürfe aber stets bestritten. Auch unabhängige Experten äusserten Zweifel an einer Täterschaft der Gruppe.

Fast 102 Mio. Opfer des Hackerangriffs

Sony hatte in der vergangenen Woche bekanntgegeben, dass Hacker das Playstation-Netzwerk sowie Qriocity geknackt und Daten gestohlen hätten. Die Zahl der betroffenen Kunden gab Sony mit 77 Mio. an. Am Montag teilte Sony weiter mit, dass auch 24,6 Mio. Kunden des Onlinespiele-Netzwerks Sony Online Entertainment (SOE) betroffen seien.

Auch Schweizer Nutzer sind von der Hackerattacke betroffen: Die Daten von rund 430'000 Playstationnutzer aus der Schweiz sollen geknackt worden sein. Wie viele Schweizer SOE-Nutzer ausspioniert wurden, ist noch unklar.

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