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Den Tag der Eröffnungsfeier in Pyeongchang wird David Hablützel so schnell nicht mehr vergessen. Iouri Podladtchikov entschied, sich wegen einer in Aspen erlittenen Kopfverletzung zurückzuziehen.

Mit dem Olympiasieger erklärte der Kopf des Halfpipe-Teams Forfait - jener Sportler, von dem Hablützel sagt, er inspiriere ihn. Hablützel bewundert, "wie Iouri mit Verletzungen umgeht. Von ihm kann ich richtig viel lernen". Die aktuelle Situation Podladtchikovs ist zumindest im Ansatz vergleichbar mit jener des acht Jahre jüngeren Zumikers. Ein grosses Hämatom im Lendenbereich verursacht seit Wochen erhebliche Probleme. "Ich bin noch nicht am Punkt angekommen, um sagen zu können, ob ich starten werde", sagte er nach der ersten Trainingseinheit in der Pipe.

Angesichts der ersten Eindrücke und Aussagen des Athleten ist in der Equipe der Schweizer Freestyler mit einem nächsten gravierenden Ausfall zu rechnen. "Ich spüre eine grosse Einschränkung vom Rücken her." Eine vorübergehende Blutegelkur hat die Schwellung zwar verringert, bisher aber nicht entscheidend entschärft. "Ich muss vorsichtiger fahren, mir darf kein zweiter Sturz passieren."

Die negative Serie

Der Unfall in Laax war die Fortsetzung einer Serie von schmerzhaften Rückschlägen. Hablützel erlitt innerhalb von drei Jahren zwei Kreuzbandrisse. Der Körper sandte Signale, das Glück kam dem Zürcher abhanden - ausgerechnet ihm, der in Sotschi bei der persönlichen Olympia-Premiere als 17-Jähriger nahezu aus dem Nichts an der erweiterten Weltspitze aufgetaucht war.

Sein fünfter Platz ging am Tag von Iouri Podladtchikovs Goldrausch in Russland unter, die Schweizer Trainercrew um Pepe Regazzi hingegen erhielt die Bestätigung für ihre couragierte Prognose: "Er besitzt die Anlagen, alles zu gewinnen." Der Weg eines weiteren Schweizer Boarders ins internationale Rampenlicht war programmiert, im Sog Podladtchikovs sollte ein neuer Champion reifen.

Mit der Wertschätzung des Umfelds begnügte sich Hablützel nicht, ein Talent zu sein, genügte ihm nicht. Entsprechend forcierte er seine Entwicklung in jeglicher Beziehung. Der Sport rückte ohne Kompromisse in den Mittelpunkt. "Ich habe nach dem Schulabschluss im Sommer vor einem Jahr gemerkt, was mir alles guttut." Er trainiere intensiver, um bereit zu sein. "Ich habe eine gute Balance gefunden."

Der Druck der Konkurrenz

Gravierende medizinische Probleme werfen ihn nicht mehr vollends aus der Bahn. Die verhältnismässig frühe Ankunft im Weltcup, der bereits relativ umfangreiche Erfahrungsschatz, das insgesamt gute Mindset sind in schwierigen Momenten hilfreich. "Ich kenne das Grundgerüst, ich weiss, was in meinem Sport nötig ist. Das beruhigt."

Und doch zeichnet sich in Südkorea nun eine schwierig zu lösende Konstellation ab. Er weiss nicht erst seit den letzten Efforts von US-Superstar Shaun White und den nahezu perfekten X-Games-Runs des japanischen Goldkandidaten Ayumu Hirano, mit welchem Spektakel zu kalkulieren ist. "Die Konkurrenz schläft nie. Sie zelebrieren schon neue Tricks, während ich an den alten herumstudiere."

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SDA-ATS