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Bern - Die Schweiz rät von Reisen nach Tunesien ab. Hintergrund sind die sozialen Unruhen, bei denen in dem nordafrikanischen Land Dutzende Menschen getötet wurden, darunter eine schweizerisch-tunesische Doppelbürgerin.
Nach Einschätzung des Eidg. Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) muss mit weiteren gewalttätigen Zusammenstössen zwischen Demonstranten und den Sicherheitskräften gerechnet werden. "Auch eine weitere Verschlechterung der Lage ist möglich", schreibt das EDA in seinen Reisehinweisen im Internet.
"Bis zur Klärung der Lage wird deshalb von Touristen- und anderen nicht dringenden Reisen nach Tunesien abgeraten", heisst es weiter. Wer dennoch reise, solle sich unter anderem ständig über die Sicherheitslage informieren und Anweisungen der Behörden wie Ausgangssperren beachten.
In den vorherigen Reisehinweisen hatte das EDA die politische Lage in Tunesien als "stabil" bezeichnet, auch wenn das Aussendepartement auf die Demonstrationen in der Hauptstadt Tunis und anderen Städten hinwies und Reisenden unter anderem riet, grosse Menschenansammlungen und Kundgebungen zu meiden.
Wenn das EDA eine Reisewarnung ausspricht, können Touristen bereits gebuchte Reisen bei den Veranstaltern kostenlos annullieren oder umbuchen. Tunesien ist in der Schweiz ein beliebtes Reiseland.
Opfer aus dem Kanton WaadtDie getötete Frau habe die Demonstration von zuhause aus beobachtet, als sie getroffen wurde, berichtete der Präsident der Organisation "Right for all", Anouar Gharbi, der Nachrichtenagentur SDA. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) bestätigte am Donnerstag den Tod der Frau.
Laut dem Bruder der Frau befand sich die 67-Jährige gemeinsam mit etwa einem Dutzend anderer Frauen auf einem Balkon, der auf die Strasse hinausgeht, auf der eine Demonstration abgehalten wurde. Sie sei von einer Kugel in den Hals getroffen worden und noch vor Ort gestorben.
Er habe vergeblich versucht, die Rettungskräfte zu alarmieren, um seine Schwester ins Spital zu bringen, sagte er dem Westschweizer Radio RSR.
Gemeinsam mit dem Ehemann des Opfers - einem Schweizer - will der Bruder Klagen gegen die tunesischen Sicherheitskräfte einreichen. Laut Gharbi lebte die Frau im Kanton Waadt.

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SDA-ATS