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Nach Weihnachten fallen die ersten Schneeflocken im Flachland

Für die perfekte Weihnachtsstimmung fehlte dieses Jahr vielerorts in der Schweiz der Schnee. Auch in den Skigebieten hatte man vergeblich auf Schnee für die Feiertage gehofft.

Die Betreiber der Bergbahnen in Laax GR baten die Einheimischen gar per Brief, zugunsten der Gäste auf das Skifahren auf den nur teilweise geöffneten Pisten zu verzichten.

Skigebietsbetreiber und Schneesportfans können aber aufatmen. Bereits in der Nacht auf Freitag sank die Schneefallgrenze auf 400 bis 600 Meter. Auch im Flachland fielen damit nach den grünen-grauen Weihnachtstagen und dem milden Dezember die ersten Schneeflocken. Für eine weisse Decke reichte es allerdings noch nicht. In tieferen Lagen schmolz der Schnee bald wieder weg, wie Bernd Konantz von MeteoSchweiz auf Anfrage sagte.

In der Nacht auf Samstag meldet sich der Winter aber definitiv zurück. Am frühen Samstagmorgen werden kräftige Schneefälle bis in tiefe Lagen erwartet, wie MeteoNews in einer Mitteilung schreibt. Auch in der Nacht auf Sonntag schneit es noch einmal bis ins Flachland. Über das ganze Wochenende rechnen die Meteorologen mit 5 bis 15 Zentimetern Neuschnee im Flachland und mit 20 bis 40 Zentimeter in den Bergen. Im Berner Oberland und im Wallis sind lokal bis zu 50 Zentimeter Neuschnee möglich.

"Frostig und winterlich"

Und diesmal soll der Schnee liegen bleiben. "Für den Rest des Jahres bleiben die Temperaturen tief", sagte Konantz. "Das Jahr verabschiedet sich frostig und winterlich." Nächste Woche sind auch in den Niederungen zweistellige Minustemperaturen möglich.

In diesem Jahr komme der erste Wintereinbruch im Flachland eher spät, dafür im grossen Stil, schreibt MeteoNews. In früheren Jahren mussten sich die Flachländer allerdings auch schon noch länger gedulden. In Zürich fiel im Jahr 1990 erst im Februar der erste Schnee, in Basel und Genf dauerte es im Jahr 2008 gar bis im März.

Einsatz ohne Thermohandschuhe

Die bis anhin milden Dezembertemperaturen und schneefreien Festtage hatten aber durchaus auch ihre Vorteile. Der Heimfahrdienst Nez Rouge vermeldete am Freitag, die guten Strassenverhältnisse hätten die Arbeit "um ein Vielfaches erleichtert". Für einmal konnten die freiwilligen Chauffeure Thermohandschuhe, dicke Wollschals, Schloss-Enteiser und Frostschutzmittel für die Windschutzscheibe zu Hause lassen.

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