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Erstmals seit 2007 wird heute (14.00 Uhr) ein WM-Staffelrennen der Frauen mit Schweizer Beteiligung stattfinden. Die Wiederholung der letzten Weltcup-Platzierung wäre ein Erfolg.

Die WM-Hauptprobe mit der Staffel haben die Schweizer Langläuferinnen bereits vor zweieinhalb Monaten absolviert - mit einem achtbaren 6. Rang in La Clusaz. Herausgelaufen haben diesen Laurien van der Graaff, Nathalie von Siebenthal, Nadine Fähndrich und Seraina Boner. Diese vier Athletinnen werden auch in Lahti am Start stehen. Im Gegensatz zum Rennen in Hochsavoyen vor Weihnachten werden Von Siebenthal und Fähndrich ihre Positionen allerdings tauschen: Fähndrich wird im zweiten Klassisch-Part zum Einsatz kommen, die WM-Vierte im Skiathlon läuft die dritte Ablösung im Skating-Stil.

Ausser die Schlussläuferin Boner haben in Südfinnland bereits alle Schweizerinnen mindestens zwei Einsätze hinter sich. Betreffend den Einsatz von Boner, die erst am Montag nach Lahti gereist ist, gab es vor der WM Fragezeichen. Die 34-jährige Bündnerin, schon 2007 beim 9. Platz der Schweizer Staffel in Sapporo am Start, kam in diesem Winter nicht wie gewünscht auf Touren. Zuletzt machten ihr Rückenprobleme zu schaffen.

Die Startläuferin Van der Graaff bestätigte in dieser Saison ihre Fortschritte im Ausdauer-Bereich, Von Siebenthal bietet sich zwei Tage nach dem enttäuschenden Auftritt über 10 km klassisch die Gelegenheit, in die (Skating-)Erfolgsspur zurückzukehren. Nadine Fähndrich steht bereits vor ihrem vierten Rennen an diesen Weltmeisterschaften. Auf den Staffel-Einsatz freut sich die mit 21 Jahren Jüngste des Schweizer Quartetts besonders: "Wir betreiben zwar eine Einzelsportart, das ganze Jahr hindurch sind wir aber eigentlich als Team unterwegs."

Wie 2011, 2013 und 2015?

Alles andere als Gold für die von der 16-fachen Weltmeisterin Marit Björgen angeführten Norwegerinnen käme einer Überraschung gleich. Der Kampf um die weiteren Medaillenplätze dürfte da für deutlich mehr Spannung sorgen. Die besten Chancen werden Schweden, Finnland und Russland eingeräumt. Auch die Amerikanerinnen, die bei den bisherigen Frauen-Rennen in Lahti mit drei Medaillen überrascht haben, sind wie die Deutschen nicht völlig ausser Acht zu lassen. An den letzten drei Weltmeisterschaften war der Zieleinlauf stets derselbe: Norwegen vor Schweden.

SDA-ATS

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