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Sehen nur aus wie Murmeltiere, sind aber mit Elefanten und Seekühen verwandt: die jungen Klippschiefer im Zürcher Zoo.

KEYSTONE/MELANIE DUCHENE

(sda-ats)

Sie sehen niedlich aus wie Murmeltiere, sind aber keine Nager, sondern mit Elefanten und Seekühen verwandt: Klippschliefer sind in vielerlei Hinsicht spezielle Bewohner des Zürcher Zoos. Seit Juni hüpfen zwei Jungtiere durch die Anlage.

Wieselflink springen die Kleinen über die Felsen der Afrika-Anlage. Angesichts ihrer Stummelbeinchen und ihres unproportional massigen Körpers eine erstaunliche Leistung.

Dass die Füsse so gut auf Stein haften, liegt - wenig appetitlich - an den vielen Schweissdrüsen an ihren gummiartigen Fusssohlen. Die Kleinen haben also seit ihrer Geburt ausgeprägte Schweissfüsse.

Auch sonst sind Klippschliefer nicht das, was sie auf den ersten Blick zu sein scheinen. Viele Besucher würden diese Tiere Anfangs für Murmeltiere halten, sagte Kurator Robert Zingg. Dabei seien die Klippschliefer aus Afrika weit vom "Murmeli" entfernt.

Füsse zum Buddeln ungeeignet

Sie sind zwar Pflanzenfresser, aber keine Nager. Sie wohnen zwar in Felshöhlen, können diese im Gegensatz zu den Murmeltieren aber nicht selber buddeln, weil ihre Füsse dafür völlig ungeeignet sind.

Schliefer sind eine eigene systematische Ordnung und nahe verwandt mit Elefanten und Seekühen. Analog zum Stosszahn des Elefanten haben auch Klippschliefer Eckzähne, die bei geschlossenem Maul sichtbar sind und das ganze Leben weiter wachsen.

Die Männchen können sich mit diesen Zähnen erhebliche Verletzungen zufügen. Im Zoo Zürich ist dies jedoch kaum möglich, da der Vater der Jungtiere das einzige Männchen und somit Herr im Haus ist - zumindest so lange das junge Männchen klein ist.

Die Jungen konnten am letzten Freitag erstmals gefangen und "gesext" werden, wie die Geschlechtsbestimmung im Fachjargon heisst. Es sind ein Männchen und ein Weibchen, die nun den Dschelada-Affen, die ebenfalls in der Anlage leben, schon souverän den Weg abschneiden.

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