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Auf einmal ist er wieder vorne: Neun Jahre nach seinem ersten Mal und nach Zeiten der Zweifel ist Rafael Nadal am Montag wieder die Weltnummer 1.

Noch bevor Rafael Nadal am Mittwoch gegen Richard Gasquet zu seinem ersten Einsatz in Cincinnati gelangt, ist klar, dass der 31-jährige Mallorquiner Anfang nächster Woche seine 142. Woche an der Spitze des Welttennis antreten wird. Es ist etwas, das Nadal nicht kaltlässt: "Das ist etwas sehr Besonderes für mich. Es ist viel passiert, seitdem ich zum letzten Mal in dieser Position war", sagte er am Montag in Cincinnati in einem Interview mit der ATP.

Tatsächlich musste Nadal einige Zweifel und Sorgen überwinden, um wieder dahin zu gelangen, wo er in fittem Zustand sein kann und vor neun Jahren zum ersten Mal war. Im Sommer letzten Jahres streikte sein gestählter, aber überlasteter Körper vielleicht so sehr wie nie zuvor. Unter Tränen zog er sich vor seinem Drittrundenspiel gegen Marcel Granollers vom French Open zurück. Eine weitere mehrmonatige Pause war unumgänglich.

Der grössten Stärke beraubt

Seine wiederkehrenden Probleme mit dem Handgelenk im linken Schlagarm waren zu jenem Zeitpunkt seit längerem augenscheinlich. Nadals Vorhand, das Herzstück seines Spiels, war nicht mehr die Waffe, die sie ist, wenn er sein Handgelenk beschwerdefrei einsetzen kann, um den Bällen diesen ekligen Drall mitzugeben oder um sich aus scheinbar aussichtslosen Lagen zu befreien. Es bestanden Zweifel, auch bei ihm selbst, ob er noch einmal zu alter Stärke zurückfinden könnte, ob sein Körper es ihm erlauben würde.

15 Monate später präsentiert sich ein umgekehrtes Bild. Nadal, im Gegensatz vor allem zu Andy Murray und Novak Djokovic topfit, steigt als zehnfacher French-Open-Champion und vierfacher Turniersieger 2017 auf den Thron zurück. Auf den Sandplätzen war er wieder der Dominator alter Tage. Für den letzten Schritt muss er nun in Cincinnati nichts mehr leisten, er kann bereits an seinem Polster arbeiten. Roger Federer fehlt am Masters-1000-Turnier wie Murray, der seinen Platz an der Spitze nach neuneinhalb Monaten räumen muss.

Für einmal gehört Nadal zu den Profiteuren von Verletzungen. Satte 9110 Punkte lag der 15-fache Grand-Slam-Sieger zum Jahresbeginn als Neuntplatzierter hinter Murray zurück. Den Briten plagen seither ebenso gesundheitliche Probleme wie Djokovic, der 8480 Punkte Vorsprung mitgenommen hat. Nun reichen Nadal 7475 Punkte, um die Spitze zu übernehmen - so wenige wie noch nie mit dem seit 2009 geltenden Punkteschlüssel. Bisher waren immer mehr als 11‘000 Punkte zum Sprung an die Spitze nötig, Djokovic übernahm Platz 1 zweimal (2011 und 2014, jeweils auf Kosten von Nadal) erst mit mehr als 13‘000 Zählern.

Die Liebe zum Spiel

So unterschiedlich die Spielweise der beiden erstarkten Altmeister Nadal und Federer sind, ihr Schlüssel für die erfolgreiche Rückkehr, die Liebe zum Spiel, ist der Gleiche. Am Dienstag sagte Nadal: "Ich habe die Leidenschaft und die Liebe für das Spiel behalten. Das ist der Grund, weshalb ich die Möglichkeit bekommen habe, in diese Position zurück zu kommen."

Auch Federer trägt die Freude am Tennis durch eine lange Karriere. Auch dem 36-jährigen Schweizer ermöglicht sie die Rückeroberung der Nummer 1 - zwar nicht in dieser Woche in Cincinnati wegen seines Verzichts, aber im weiteren Saisonverlauf. "Als Nummer 1 in die Ferien zu gehen, wäre nicht so schlecht", sagte er vor einer Woche in Montreal. Ja, träumen ist bei Federer und Nadal wieder erlaubt.

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SDA-ATS