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Tom Dumoulin wird im Giro d'Italia in der 19. Etappe als Leader entthront. Im Schlussaufstieg nach Piancavallo verliert der Niederländer gut eine Minute auf den neuen Leader Nairo Quintana.

Die 15,4 km lange letzte Steigung zum Etappenziel brachte unter den Favoriten auf den Gesamtsieg einen Kampf auf Biegen oder Brechen. Dumoulin liess schon kurz nach Beginn des Aufstiegs abreissen. Lange konnte er den Rückstand limitieren, doch letztlich verlor er gegenüber Quintana 69 Sekunden, wodurch er sein Leadertrikot abgeben musste. 38 Sekunden liegt Dumoulin neu hinter dem Kolumbianer Quintana.

Gefahr droht aber auch vom Italiener Vincenzo Nibali (3. mit 43 Sekunden Rückstand) und dem Franzosen Thibaut Pinot (4./53 Sekunden zurück), die als Dritter bzw. Vierter der Gesamtwertung ebenfalls nicht viel zurückliegen.

Damit ist aber noch längst nicht alles verloren für Dumoulin. Am Sonntag gibt es das abschliessende Einzelzeitfahren über 29,3 km von Monza nach Mailand. Dort wird Dumoulin seinen Gegnern gewiss mehr als eine Minute abnehmen. Doch vorerst müsste er den Samstag gut überstehen, wenn die letzte Bergetappe nach Asiago im Programm steht.

Bereits sehr früh am Tag war Dumoulin ein erstes Mal in Gefahr geraten, sein Leadertrikot zu verlieren. In einer Abfahrt nach rund 60 km hatte sich das Feld geteilt, und der unaufmerksame Niederländer sah sich plötzlich in einer hinteren Gruppe, derweil vorne mit Quintana, Nibali, Pinot und Sakarin die Fahrer auf den Rängen 2 bis 5 der Gesamtwertung mit ihren Teamkollegen für ein horrendes Tempo sorgten.

Weit über eine Minute lag Dumoulin zurück. Alleine mit seinen Mannschaftskollegen von Sunweb hätte der Niederländer den Anschluss kaum wieder geschafft, doch er erhielt Unterstützung weiterer Equipen, deren Leader sich ebenfalls hinten befanden. So kam es schliesslich nach rund einstündiger Verfolgungsjagd wieder zum Zusammenschluss. Doch dies kostete Kraft, die am Ende fehlte.

Diesen Moment nutzten diverse Fahrer, um sich abzusetzen. 18 Mann waren es schliesslich, die dem Etappenziel entgegen rollten, in der Gewissheit, um den Tagessieg kämpfen zu können. Aus dieser Gruppe reüssierte letztlich der Spanier Mikel Landa, der 10 km vor dem Ziel die entscheidende Attacke platzierte und solo gewann.

SDA-ATS

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