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Die Raumsonde "Ladee" ist erfolgreich in Richtung Mond gestartet. Der unbemannte Flugkörper, der etwa so gross wie ein Kleinwagen ist, hob in der Nacht zum Samstag an Bord einer Minotaur V-Rakete von einem Weltraumbahnhof im US-Bundesstaat Virginia ab, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa mitteilte.

Kurz nach dem Start trennte sich "Ladee" ("Lunar Atmosphere and Dust Environment Explorer") von der Rakete und ist nun etwa 30 Tage lang unterwegs zur Atmosphäre des Mondes. Die Sonde soll Daten über diese sehr dünne Atmosphäre sammeln und unter anderem nach Wassermolekülen suchen.

Der Start von "Ladee" wurde live im Internet und unter anderem auch auf einer Leinwand am New Yorker Times Square übertragen. Der Lichtschweif am Himmel war ebenfalls bis in die Millionenmetropole zu sehen.

Der Start der rund 250 Millionen Dollar teuren Mission war von Experten mit Spannung erwartet worden, weil sowohl der Weltraumbahnhof in einer Nasa-Zweigstelle auf Wallops Island, einer Insel vor der Ostküste Virginias, als auch die Trägerrakete noch nie zuvor für Weltraum-Missionen genutzt worden waren. Die Rakete hatte das private Unternehmen Orbital geliefert, das zuletzt für zwei Fehlstarts verantwortlich war.

Vorerst letzte Nasa-Mond-Mission

Die Sonde wird in der Mond-Atmosphäre zunächst rund einen Monat lang das Funktionieren ihrer Ausstattung überprüfen und dann rund 100 Tage Daten sammeln. Unter anderem soll sie erforschen, wie Eis auf den Polen des Mondes entstehen konnte. Danach soll "Ladee" auf dem Himmelskörper zerschellen.

Die von der Sonde gesammelten Daten könnten für einen bemannten Mond-Flug äusserst hilfreich sein - nur ist der von der Nasa derzeit gar nicht geplant. "Ladee" ist die dritte Mond-Mission in fünf Jahren, aber auch die zunächst letzte derzeit anvisierte.

Wie es mit der Mond-Erforschung der Nasa weitergeht, ist derzeit völlig unklar. Die Behörde will sich in Zukunft auf das Einfangen eines Asteroiden und bemannte Missionen zum Mars konzentrieren und hat Pläne für bemannte Mond-Missionen auch auf Drängen der Obama-Regierung hin zunächst in die Schublade verbannt.

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SDA-ATS