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Sieben Monate nach dem Austritt aus der SP hat der Berner Nationalrat Ricardo Lumengo eine neue politische Heimat gefunden: Er ist der Sozial-Liberalen Bewegung (SLB) beigetreten und hofft, dass er mit deren Hilfe im Herbst seinen Sitz verteidigen kann.

Die SLB wurde erst vor wenigen Monaten gegründet, wie Präsident Samuel Schmid am Donnerstag vor den Medien in Bern sagte. Schmid selber ist Grossrat im Aargau und gehörte früher der fundamental-christlichen EDU an. Die SLB sei aber keine religiöse Partei, betonte Schmid.

Sie sei vielmehr die ideale Heimat für Menschen, die der ewigen Geld- und Machtkämpfe in der Politik überdrüssig seien. Die SLB stelle den Mensch in den Mittelpunkt; sie wolle die Schwachen stützen, die KMUs, Bauern und Gewerbetreibenden stärken und die Bessergestellten in die Verantwortung nehmen.

Kantonalsektionen im Aargau, in Zürich und in Bern

Zurzeit hat die SLB laut Schmid rund 100 Mitglieder. Erste Kantonalsektionen bestehen im Aargau, in Zürich und seit knapp einer Woche auch in Bern. Dort gehörte Lumengo zu den Gründungsmitgliedern.

"Die Bewegung bringt einen neuen Stil in die Politik, weder links noch rechts, sondern der pragmatischen Lösung verpflichtet", sagte Lumengo. "In meinem Einsatz für die Rechte benachteiligter Bürger und im Kampf für soziale Gerechtigkeit bietet mir die SLB eine politisch breite Plattform."

Der 49-jährige Lumengo ist seit 2007 der erste dunkelhäutige Nationalrat der Schweiz. Im vergangenen Herbst wurde der Bieler erstinstanzlich wegen Wahlfälschung verurteilt, worauf ihn die SP fallen liess.

Lumengo setzte seine Karriere danach als Parteiloser fort. Vor einem Monat sprach ihn das bernische Obergericht in zweiter Instanz frei.

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SDA-ATS