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NATO fliegt schwerste Angriffe auf Tripolis seit Monaten

Die NATO hat ihre Luftangriffe auf die libysche Hauptstadt Tripolis verstärkt. Die Angriffe am Dienstagabend seien die schwersten seit mehr als zwei Monaten gewesen, teilte das Militärbündnis am Mittwoch mit.

Tripolis wurde spät am Abend innerhalb von zehn Minuten von sechs lauten Explosionen erschüttert. Bereits 24 Stunden zuvor hatte die NATO massiv Angriffe geflogen und dabei auch eine Wohnanlage des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi ins Visier genommen.

Nach libyschen Angaben wurden dabei 19 Menschen getötet. Die Nachrichtenagentur Jana meldete, bei den NATO-Angriffen sei auch eine Moschee getroffen worden. Dafür lag zunächst keine offizielle Bestätigung vor. In der Stadt Slaiten seien zudem Telekommunikationsanlagen zerstört worden, meldete Jana weiter.

Die NATO hat die Angriffe, angeführt von Frankreich, Grossbritannien und den USA, am 19. März nach einem Beschluss des UNO-Sicherheitsrates begonnen. Der Einsatz dient der NATO zufolge dem Schutz der Zivilbevölkerung vor gewaltsamen Übergriffen der Gaddafi-Truppen.

Diplomatie verstärkt

Unterdessen wurden die diplomatischen Bemühungen für eine Lösung verstärkt. Die sieben führenden Industrienationen und Russland (G8) wollen bei ihrem Treffen diese Woche über einen Ausweg aus der Krise beraten. Es wird erwartet, dass Russland einen Vermittlungsvorschlag vorlegen wird.

Zudem will Südafrikas Staatschef Jacob Zuma am Montag nach Tripolis reisen, um Gaddafi in einer Vermittlungsmission zu einem Machtverzicht zu bewegen, teilte die südafrikanische Präsidentschaft mit. Ein Mitarbeiter der Präsidentschaft sagte, dabei solle über eine Strategie für eine Abgabe der Macht durch Gaddafi beraten werden.

Tunesien dementiert Flucht

Zumas erster Vermittlungsversuch im April war allerdings gescheitert. Die Rebellen hatten damals nicht geglaubt, dass Gaddafi sich an die Abmachungen halten würde.

Die tunesischen Behörden dementierten derweil Medienberichte, wonach sich die Ehefrau von Gaddafi und seine Tochter Aischa in Tunesien aufhalten sollen.

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