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Nato-Kampfhelikopter greifen erstmals in Libyen ein

Bei ihren Luftangriffen auf Libyen hat die NATO erstmals auch Kampfhubschrauber eingesetzt. Britische und französische Helikopter griffen in der Nacht zum Samstag unter anderem Militärfahrzeuge und militärisches Gerät der Truppen von Machthaber Muammar al-Gaddafi an, wie die Militärallianz mitteilte.

Die britischen Apache-Hubschrauber attackierten eine Radarstation und einen Kontrollposten in der Nähe der ostlibyschen Stadt Brega, wie das Verteidigungsministerium in London mitteilte.

Französische Helikopter vom Typ Gazelle und Tigre griffen rund 20 Ziele an, vor allem Militärfahrzeuge, wie Generalstabssprecher Thierry Burkhard sagte.

Einige der Hubschrauber wurden den Angaben zufolge vom Boden aus beschossen, sie kehrten aber unversehrt auf die vor der Küste liegenden Kriegsschiffe "HMS Ocean" und "BPC Tonnerre" zurück.

Mehr Flexibilität

Der kanadische Oberbefehlshaber des Libyen-Einsatzes, Charles Bouchard, erklärte, die Hubschrauber brächten den NATO-Truppen "mehr Flexibilität bei der Suche und dem Angriff von Gaddafi-treuen Truppen, die absichtlich Zivilisten angreifen und versuchen, sich in bewohnten Gebieten zu verstecken".

Der britische Verteidigungsminister Liam Fox sagte am Rande einer Konferenz in Singapur, mit dem Einsatz der Hubschrauber stelle die NATO ihre Bereitschaft unter Beweis, den Druck auf Gaddafi aufrechtzuerhalten. Es handle sich nicht um einen "Plan B", sondern um "eine logische Ausweitung" des Einsatzes.

Die NATO fliegt seit Mitte März fast täglich Einsätze gegen Gaddafis Truppen, um so Angriffe auf Zivilisten zu verhindern. Bisher hatte sie dabei noch keine Kampfhubschrauber eingesetzt. Diese waren erst kürzlich von Frankreich und Grossbritannien zur Verfügung gestellt worden, um zielgenauer treffen zu können.

Im Einklang mit UNO-Resolution

Nach Angaben der NATO erfolgt der Einsatz der Helikopter im Einklang mit der Resolution 1973 des UNO-Sicherheitsrats. Dieser erlaubt zum Schutz von Zivilisten in Libyen "alle erforderlichen Mittel".

Der Präsident des Übergangsrates der libyschen Rebellen, Mustafa Abdel Dschalil, lobte den Einsatz der Helikopter. Die Rebellen begrüssten jeden Schritt, der "das Ende des Gaddafi-Regimes beschleunigen" könne".

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