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Nach diversen Fischsterben stellt sich der Kanton Jura hinter protestierende Fischer. Im Visier sind drei Kraftwerke, die als Ursache der Probleme im idyllischen Grenzfluss verdächtigt werden. Rücksichtsloser Schwall- und Sunk-Betrieb schade Fauna und Flora.

"Jeden Tag sehen wir den Doubs leiden", sagte der jurassische Umweltminister Philippe Receveur am Donnerstag bei der Präsentation von Schutzmassnahmen. Seit Jahren kommt es zu Fischsterben; nicht nur Forellen und Aeschen sind betroffen, sondern auch der Roi du Doubs, eine fast ausgestorbene und geschützte lokale Barschart.

Auf jenen 75 Kilometern, wo der Doubs die Grenze zwischen der Schweiz und Frankreich markiert, liegen drei Kraftwerke: Le Châtelot (Groupe E), Refrain (EDF) und La Goule (lokales Unternehmen). Die Stromfirmen müssten dringend das Wasser kontrollierter durch ihre Turbinen laufen lassen, sagte Receveur.

Unnatürliche Pegelschwankungen

Die Wasser-Qualität sei in Ordnung, hiess es. Verheerend sind die unnatürlich schnellen und starken Pegel-Schwankungen. Der kantonale Fischereiverband fordert überdies die Schweizer und französischen Kraftwerkbetreiber auf, die Sedimente aus den Stauseen zu analysieren - diese werden beim Turbinieren ins Flussbett gespült.

Der jurassische Umweltminister sprach sich auch für einen engere Kooperation mit dem Nachbarkanton Neuenburg und den französischen Behörden aus. Der Kanton Jura und seine Fischer verlangen die strikte Einhaltung geltenden Rechts; die Fischer fordern zudem eine bessere Überwachung durch den Bund.

Fischer wollen den Doubs nicht kampflos bachab gehen lassen: Für Samstag hat ein französischer Verein eine Kundgebung im Grenzdorf Goumois organisiert, an der nun auch Verbände aus der Schweiz mitwirken. Busse aus Deutschschweizer Städten sind angekündigt. Die Zeitung "Quotidien Jurassien" plant eine einwöchige Doubs-Kampagne.

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SDA-ATS