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Johann Sebastian Bach könnte als Jugendlicher ein ziemlicher Rüpel gewesen sein. Das schreibt John Eliot Gardiner, Dirigent, Chorleiter und bekannter Bach-Interpret, in einem Buch über den berühmten deutschen Komponisten, das gerade in Grossbritannien erschienen ist.

Gardiner hat für das Buch "Music in the Castle of Heaven: A Portrait of Johann Sebastian Bach" gemäss der britischen Zeitung "The Guardian" Archivmaterial aus Bachs Schulen ausgewertet. Die Quellen deuteten auf eine durch Gewalt geprägte Umgebung hin.

"Es ist mir ein Rätsel, warum die Standardbiografien das einfach ignoriert haben", sagte Gardiner dem "Guardian". An Bachs erster Schule im thüringischen Eisenach hätten Eltern gar aus Angst ihre Kinder zu Hause behalten.

Bach selbst sei mit 15 Jahren in Strassenschlägereien geraten und habe drei Jahre später gegenüber einem inkompetenten Bassisten seinen Degen gezogen, schreibt die Zeitung "The Independent". Was die Musik angehe, fokussiere sich Gardiner in seiner Biografie indes auf den berühmten Eisenacher als Komponisten von Chormusik.

SDA-ATS