Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Algier - Der Zorn über gestiegene Lebensmittelpreise und eine hohe Arbeitslosigkeit hat sich in Algerien auch am Freitag in gewaltsamen Protesten entladen. In mehreren Städten kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Jugendlichen und der Polizei.
Im Armenviertel Belcourt der Hauptstadt Algier bewarfen Gruppen von Jugendlichen die Polizei mit Steinen und Glasflaschen. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas gegen die Demonstranten ein.
Auch in der bisher von den Protesten verschonten Stadt Annaba im Osten des Landes kam es im Anschluss an das muslimische Freitagsgebet zu Zusammenstössen. Jugendliche hatten Steine gegen Polizisten geworfen, die ein Verwaltungsgebäudes schützten.
Ähnliche Szenen beobachtete ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP in der westlichen Küstenmetropole Oran, wo dutzende Jugendliche Polizisten mit Steinen angriffen und daraufhin mit Tränengas beschossen wurden. Nach nächtlichen Unruhen war es am Freitagvormittag in Algier zunächst ruhig geblieben.
Die Proteste dauern seit mehr als einer Woche an. In einer ersten offiziellen Reaktion auf die Unruhen sagte der Jugendminister Hachemi Dijar, "Gewalt hat noch niemals Ergebnisse gebracht". Handelsminister Mustapha Benbada kündigte für Samstag Beratungen des Kabinetts über Massnahmen zur Eindämmung der Preissteigerung an.
Stärkster Preisanstieg seit 20 JahrenDie Wut der Demonstranten entzündete sich an den Anfang des Monats stark gestiegenen Preisen für Grundnahrungsmittel, richtet sich jedoch auch gegen die hohe Arbeitslosigkeit. Dem Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge sind 75 Prozent der Algerier jünger als 30 Jahre, mehr als 20 Prozent von ihnen sind arbeitslos.
Nach Angaben der algerischen Gewerkschaft der Händler und Handwerker stiegen die Lebenshaltungskosten zuletzt um 20 bis 30 Prozent. Am stärksten betroffen seien die Preise für Zucker und Öl.
Die UNO-Organisation für Landwirtschaft und Ernährung (FAO) zeigte sich am Freitag beunruhigt über den weltweiten Anstieg der Preise von Lebensmitteln in den vergangenen sechs Monaten.

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

SDA-ATS