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Viele Frauen in der Schweiz lassen sich röntgen, um eine Brustkrebserkrankung auszuschliessen. Eine Arbeitsgruppe hat nun im Auftrag des Bundes Qualitätsstandards für Brustkrebs-Mammografie-Untersuchungen entwickelt.

Mit den Standards sollen negative Folgen einer Untersuchung vermieden werden. Die Standards setzen unter anderem höhere Anforderungen an Radiologen und Fachleute für Medizinisch Technische Radiologie. Beispielsweise müssen Radiologinnen und Radiologen mehr Lesungen durchführen - also Röntgenbilder interpretieren - um in Mammografie-Programmen tätig sein zu können.

Die neuen Standards seien an die europäischen Normen angepasst, berücksichtigen aber auch die Besonderheiten des föderalistischen Gesundheitswesens der Schweiz, teilte die Krebsliga Schweiz am Freitag mit. Sie leitete im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit (BAG) die interdisziplinäre Arbeitsgruppe.

Die neuen Standards erlaubten den kantonalen Untersuchungsprogrammen, nach einheitlichen Kriterien zu arbeiten. 12 Kantone bieten gegenwärtig solche Mammografie-"Screening"-Programme an. Das BAG wird die Vorschläge der Arbeitsgruppe nun prüfen und über das weitere Vorgehen entscheiden.

Bei einer Mammografie werden Röntgenaufnahmen von der weiblichen Brust gemacht. Ziel ist es, Krebs in einem möglichst frühen Stadium zu entdecken. Brustkrebs ist in der Schweiz die häufigste Krebsart bei Frauen - jährlich erkranken 5500 Frauen daran.

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SDA-ATS