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Solothurn - Die Atmosphäre in der Schweizer Filmszene entkrampft sich zusehends: Gemeinsam mit Vertretern der Branche will das Bundesamt für Kultur (BAK) das Konzept für die Filmförderung der kommenden Jahre ausarbeiten.
Der Zeitplan ist gedrängt: Bereits im Frühsommer soll das Konzept in seinen Grundzügen bekannt sein. Revolutionäre Neuerungen sind schon allein deshalb nicht zu erwarten, Retouchen am bestehenden Modell jedoch sehr wohl, wie BAK-Filmchef Nicolas Bideau vor den Medien erklärte.
Thomas Geiser von der Arbeitsgruppe Filmförderungskonzepte nannte einige Schwachpunkte. So fehle es an Unterstützung in der Phase zwischen dem Vorliegen eines Drehbuchs und dem Drehbeginn. Auch für den Nachwuchs müsse mehr getan werden. Das neue Filmförderungskonzept gilt für den Zeitraum 2011-2013.
Gemäss Verteilplan gibt das BAK im laufenden Jahr fast 47 Millionen Franken für Filmförderung aus. Mit dem Geld wird nicht nur die Entwicklung von Filmen gefördert, sondern auch deren Vermarktung und - ganz allgemein - die Filmkultur. Welche Festivals künftig unterstützt werden, prüft das BAK derzeit.
Parallel zum Nachdenken über die Zukunft lässt das Bundesamt seine Politik der vergangenen Jahre durchleuchten. Anne-Catherine de Perrot hat den Auftrag gefasst, die Fördermassnahmen von 2006-2010 auf Effizienz und Wirksamkeit zu evaluieren.
Aus einer Umfrage unter Angehörigen der Branche lässt sich bereits ein Schluss ziehen, wie sie in Solothurn erklärte: Was jemand von der Schweizer Filmförderung hält, hat kaum mit Erfahrung, Alter oder Herkunft zu tun. Es gibt bei der Beurteilung der BAK-Filmpolitik also keinen "Röstigraben".
Ob die Entkrampfung in der Branche anhält, dürfte sich bald entscheiden. Erwartet wird, dass die Filmverbände SFP und GARP noch während der Filmtage entscheiden, ob sie die Aufsichtsbeschwerde gegen die BAK-Förderpraxis weiterziehen. Nächste Instanz ist der Gesamtbundesrat.

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SDA-ATS