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Terroristen haben im Irak den Feiern zum Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan ein jähes Ende bereitet. Landesweit starben bei Anschlägen 120 Menschen.

Bei einer Serie von verheerenden Sprengstoffanschlägen und willkürlichen Feuerangriffen auf Zivilisten kamen am Wochenende nach Angaben von Spitälern und lokalen Medien mindestens 120 Menschen ums Leben. Zudem wurden etwa 300 Menschen verletzt.

Alleine in Bagdad, wo insgesamt zehn Autobomben auf Märkten und vor öffentlichen Gebäuden detonierten, zählte der Fernsehsender Al-Baghdadija 98 Opfer. In der nördlichen Stadt Kirkuk starben den Angaben zufolge 14 Menschen, als eine Autobombe neben einer schiitischen Moschee explodierte.

Weitere Sprengsätze detonierten in der Ortschaft Tus Chormato, die zur Provinz Salaheddin gehört, sowie in der südlichen Stadt Al-Nasirija. Die meisten Anschläge trafen am Samstag die Bewohner schiitischer Wohnviertel.

Am Sonntag detonierten weitere Sprengsätze, während in Bagdad darüber diskutiert wurde, wer die politische Verantwortung für die Fehler im Sicherheitsapparat trägt. Eine Bombe tötete drei Soldaten während einer Militäroperation in der Stadt Al-Hilla, 100 Kilometer südlich von Bagdad.

In Balad wurden nach Informationen der Agentur Burathanews am Sonntag zwei schiitische Zivilisten erschossen. Die Regierung hatte vergangene Woche erklärt, es seien besondere Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden, um Anschläge während der Feiertag zu verhindern.

USA und UNO verurteilen Gewalt

Die USA, die 2003 den irakischen Diktator Saddam Hussein gestürzt hatten, verurteilten die Anschläge. Sie seien von "Feinden des Islams" begangen worden, erklärte Aussenamtssprecherin Jennifer Psaki. Sie bezeichnete die Gewalt in einer Mitteilung als "feige", weil sie auf Familien abgezielt habe, die das Ende des Ramadans feierten.

Auch die Vereinten Nationen verurteilten die Anschlagsserie. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch rief die irakischen Behörden auf, die Spirale der Gewalt zu beenden und "drakonische Massnahmen" gegen Verdächtige einzustellen.

Religionskrieg

Seit Jahresbeginn hat die Gewalt im Irak wieder zugenommen. Allein im Juli wurden nach Angaben der Vereinten Nationen mehr als 1000 Menschen getötet, so viele wie seit Jahren nicht mehr.

Viele Anschläge werden sunnitischen Aufständischen angelastet. Viele sunnitische Muslime, die unter Saddam der Elite angehörten, fühlen sich von der Regierung des schiitischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki benachteiligt.

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SDA-ATS