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Neue verbale Scharmützel zwischen Nord- und Südkorea

Dieser Inhalt wurde am 27. Dezember 2010 - 15:06 publiziert
(Keystone-SDA)

Seoul - Der südkoreanische Präsident Lee Myung Bak hat für den Fall einer erneuten Provokation durch Nordkorea mit unerbittlicher Vergeltung gedroht. In einer Radioansprache sagte er am Montag ausserdem, dass er einen Krieg mit dem kommunistischen Nachbarn nicht fürchte.
"Angst vor dem Krieg hat noch nie dabei geholfen, einen Krieg zu vermeiden", sagte Lee weiter. Den grössten Teil seiner Ansprache verwendete Lee am Montag darauf, seine härtere Linie gegenüber dem Norden zu bekräftigen.
"Wir sind zu der Erkenntnis gelangt, dass der Krieg nur vermieden und der Frieden nur gesichert werden kann, wenn wir solchen Provokationen mit einer starken Antwort begegnen", sagte er.
Lee rief seine Landsleute angesichts des Konflikts mit dem kommunistischen Norden zur Geschlossenheit auf. Um auf neue Provokationen Nordkoreas entschlossen reagieren zu können, brauche es den Zusammenhalt der südkoreanischen Bevölkerung.
Das "aggressivste Regime der Welt" habe mit seinem Angriff auf die südkoreanische Insel Yeonpyeong Ende November Verunsicherung in der Bevölkerung hervorrufen wollen, sagte Lee.
Die Beziehungen zwischen den beiden koreanischen Staaten sind seit dem Artilleriebeschuss der Insel durch die nordkoreanische Armee während eines Manövers Südkoreas angespannt. Bei dem Angriff waren vier Südkoreaner getötet worden.
Südkorea hat seither eine Reihe von Manövern durchgeführt, um Einsatzbereitschaft zu demonstrieren. Für Montag kündigte das Verteidigungsministerium den Beginn von Schiessübungen auf See an. Seoul hat ausserdem die Einsatzrichtlinien für seine Streitkräfte angepasst, um schneller auf Angriffe reagieren zu können.
Nordkorea droht mit "heiligem" AtomkriegNordkorea drohte seinerseits mit einem "heiligen" Atomkrieg gegen den Süden. Am Montag veröffentlichte eine nordkoreanische Zeitung eine neue Warnung an den Süden.
In dem von der amtlichen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA verbreiteten Kommentar wurden die südkoreanischen Manöver als "rücksichtslose Provokation" bezeichnet, die in der Selbstzerstörung des Südens enden könnten. "Unsere Geduld hat Grenzen", hiess es darin weiter.

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