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Südsudanesische Soldaten auf dem Weg zum Einsatz an der Front. (Archiv)

KEYSTONE/AP/JUSTIN LYNCH

(sda-ats)

Die in der Nacht auf Sonntag in Kraft getretene Waffenruhe im Südsudan wird offenbar nicht eingehalten. Die Regierung und die wichtigste Rebellengruppe warfen sich am Sonntag gegenseitig vor, die Waffenruhe gebrochen zu haben.

Die Rebellengruppe SPLA-IO des früheren Vizepräsidenten Riek Machar bezichtigte die Regierungstruppen in einer Erklärung "aggressiver Angriffe" gegen ihre Stellungen in zwei Landesteilen. Die Regierung wolle den Friedensprozess zum Scheitern bringen und "weiter die Ressourcen des Landes plündern".

Ein Armeesprecher wies die Vorwürfe zurück und warf den Rebellen im Gegenzug "schwere Verletzungen" des Waffenstillstands vor. So hätten die Rebellen im südlichen Bundesstaat Amadi einen Behördenkonvoi attackiert, der Lebensmittel und Löhne für Weihnachten transportiert habe. Dabei seien fünf Angreifer getötet worden. Ausserdem hätten die Rebellen im Nordwesten des Landes Militärpolizisten angegriffen.

Die Waffenruhe war am Donnerstag besiegelt worden und in der Nacht auf Sonntag in Kraft getreten. Sie soll dazu beitragen, einen Ausweg aus dem seit vier Jahren wütenden Bürgerkrieg zu finden, in dem sich vor allem der südsudanesische Präsident Salva Kiir und dessen einstiger Stellvertreter Machar gegenüberstehen.

Andauernde Gewalt

Der Südsudan hatte im Sommer 2011 seine Unabhängigkeit vom Sudan erklärt. Im Dezember 2013 begannen die bewaffneten Auseinandersetzungen. Seitdem wurden zehntausende Menschen getötet und vier Millionen Menschen in die Flucht getrieben.

Es gab bereits mehrere Anläufe für eine Beendigung des Konflikts. Ein Friedensabkommen von August 2015 wurde durch schwere Gefechte zwischen den Truppen Kiirs und Machars im Juli 2016 in der Hauptstadt Juba zunichte gemacht.

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SDA-ATS