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Ein neuer Generalstreik aus Protest gegen die Spar- und Reformpolitik hat am Mittwoch weite Teile Griechenlands lahmgelegt. Betroffen waren vor allem öffentliche Einrichtungen sowie der Bahn- und Fährverkehr. Auch mehrere Flüge mussten gestrichen werden.

In den Spitälern wurde ein Notbetrieb aufrecht erhalten. Auch die Journalisten des Landes traten in einen mehrstündigen Ausstand. Lehrer sowie Eisenbahner legten für 24 Stunden die Arbeit nieder, Busfahrer in Athen streikten während sechs Stunden.

Zu dem Streik hatten die beiden grossen Dachorganisationen der Gewerkschaften aufgerufen. Der privatwirtschaftliche Gewerkschaftsbund GSEE wandte sich gegen den "Albtraum der Arbeitslosigkeit und der Deregulierung des Arbeitsmarktes". Der Gewerkschaftsbund für den Öffentlichen Dienst, ADEDY, kritisierte die Pläne, bis zum Jahresende insgesamt 4000 Staatsbedienstete zu entlassen und 25'000 zu versetzen.

Die Gewerkschaften sprechen zwar von einem Generalstreik. Angestellte in Supermärkten, Taxifahrer, die U-Bahn-Fahrer sowie die Händler und Hotelangestellte nehmen jedoch nicht teil.

Die Regierung in Athen steht unter dem Druck der internationalen Geldgeber, die seit Jahren mit Milliardenzahlungen helfen, einen Staatsbankrott zu vermeiden. Die Arbeitslosenquote liegt inzwischen bei mehr als 27 Prozent.

In Portugal, das ebenfalls internationale Hilfen erhält, sorgte ein Streik der Bahnbediensteten gegen Sparmassnahmen für Störungen im Schienenverkehr. Nach Gewerkschaftsangaben wurden nur rund 30 Prozent der Verbindungen bedient.

SDA-ATS