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Der neu zum definitiven Swisscom-Konzernchef ernannte Urs Schaeppi hält am bisherigen Kurs fest: "An unserer Strategie ändere ich nichts", sagte der 53-Jährige am Donnerstag vor den Medien in Zürich.

Denn die bisherige Strategie sei richtig. Sie baue auf zwei Kundenbedürfnissen auf. Einerseits wollten Kunden ständig verbunden und von überall her auf ihre persönlichen Daten zugreifen können. Für die Swisscom heisst das eine hervorragende Infrastruktur und Produkte aus der Datenwolke (sog. Cloud).

Zudem wolle die Swisscom den Kunden Komplexität abnehmen, sagte Schaeppi: "Wir wollen einfachere Produkte machen." Als Beispiel nannte er einen Filter fürs TV-Programm, der den Programmgeschmack der Kunden treffe. Denn bei 200 TV-Sendern könne man nicht mehr zappen. Sonst schaue man nicht mehr fern.

Neben der Stärkung des Kerngeschäfts will die Swisscom weiterhin in angrenzenden Märkten wachsen. Als Beispiel nannte Schaeppi die Vernetzung von Haushalten, die heute sehr kompliziert geworden sei. Oder die Steuerung des Stromverbrauchs in Haushalten, um Energie zu sparen. "Wenn über Mittag gekocht wird, muss nicht gerade noch die Wärmepumpe anspringen", sagte Schaeppi.

Im Geschäftskundenmarkt sehe die Swisscom Potential im Banking, im Energiemarkt und in der Kommunikation der Maschinen untereinander, sagte Schaeppi. Zudem wolle man im Geschäft mit der Datenwolke expandieren.

Interner Kandidat

Weil man an der bisherigen Strategie festhalten wollte, habe sich der Verwaltungsrat für einen internen Kandidaten entschieden, sagte Verwaltungsratspräsident Hansueli Loosli: Denn jeder Aussenstehende hätte über kurz oder lange eine Veränderung der Strategie bedeutet. "Das wollten wir nicht."

Schaeppi tritt die Nachfolge von Carsten Schloter an, der sich Ende Juli das Leben genommen hatte. Der neue Konzernchef arbeitet seit 15 Jahren bei Swisscom, seit 2007 als Leiter des Grosskundenbereichs, leitet seit Anfang 2013 Swisscom Schweiz und ist seit dem 23. Juli ad interim Geschäftsführer des Telekomanbieters.

Anleger überzeugt

In den ersten neun Monaten hat die Swisscom den Umsatz leicht um 0,4 Prozent auf 8,463 Mrd. Fr. gesteigert. Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) sank allerdings um 2,9 Prozent auf 3,248 Mrd. Franken. Der Reingewinn tauchte um 6,1 Prozent auf 1,273 Mrd. Franken. Die Preiserosion und sinkende Roaming-Gebühren kosteten mehrere hundert Millionen Franken.

Damit hat die Swisscom die Erwartungen der Finanzgemeinde leicht übertroffen. Auch die Ernennung von Schaeppi wurde positiv aufgenommen. Die Swisscom-Aktien waren an der Schweizer Börse gefragt und setzten ihren Aufwärtstrend der vergangenen Wochen fort.

SDA-ATS