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Das Erdbeben in Neuseeland wird für Versicherungen zu einer der teuersten Katastrophen der Geschichte. Die Swiss Re schätzt die Gesamtkosten für die Branche auf 6 bis 12 Mrd. Dollar. Dem Unternehmen kostet das Ereignis vor Steuern rund 800 Mio. Dollar.

Noch teurer als das Erdbeben in Neuseeland, welches am 22. Februar Teile der zweitgrössten Stadt Christchurch zerstörte, war bislang nur ein Beben im US-Bundesstaat Kalifornien: Das so genannte Northridge-Beben von 1994 kam die Versicherungen auf 20,3 Mrd. Dollar zu stehen.

Die Schätzung der Swiss Re zu Neuseeland ist höher als die Summe, welche die Schätzgesellschaft AIR Worldwide nennt: Die US-Firma beziffert den Schaden für Versicherungen auf 3,5 bis 8 Mrd. Dollar. Die Swiss Re betonte in ihrer Mitteilung vom Mittwoch, dass solche Prognosen grundsätzlich mit grosser Unsicherheit behaftet sind.

Der Versicherungsbranche haben in letzter Zeit eine Reihe von Erbeben zugesetzt - vor Neuseeland gab es auch grosse Katastrophen in Haiti und Chile. Das Chile-Beben vor rund einem Jahr hatte die Versicherer rund 8 Milliarden Dollar gekostet.

Geschäftsviertel in Trümmern

Das Erdbeben der Stärke 6,3 vom 22. Februar traf die Region Christchurch auf der Südinsel Neuseelands. Es kostete viele Menschenleben und verursachte erhebliche Sachschäden, insbesondere im Geschäftsviertel der zweitgrössten Stadt Neuseelands.

Aufgabe der Versicherungen und Rückversicherungen sei es, den Einwohnern von Christchurch einen schnellen Wiederaufbau nach der Katastrophe zu ermöglichen, wird Swiss-Re-Chef Stefan Lippe in der Mitteilung zitiert.

In Neuseeland werden laut Swiss Re viele Erdbebenversicherungen abgeschlossen. Hausbesitzer können in Ergänzung zu einem vom staatlichen Erdbebenprogramm gedeckten Betrag von 120'000 neuseeländischen Dollar (rund 83'800 Franken) zusätzlich private Deckungen abschliessen. Gewerbeimmobilien und Industrieanlagen werden durch Versicherungsunternehmen gedeckt.

Die erwartete Schadensbelastung entspricht fast dem Jahresgewinn von 863 Mio. Dollar von Swiss Re im vergangenen Jahr. Ohne die Rückzahlung der Milliardenhilfe des US-Investors Warren Buffett hätte der Konzern allerdings 2,3 Mrd. Dollar Gewinn geschrieben. Die Schadensbelastung in einem "normalen" Jahr liegt Analysten zufolge bei rund einer Milliarde Dollar.

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SDA-ATS