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Bei einem Vorfall in New York mit einem Kleinlastwagen sind acht Menschen getötet worden.

KEYSTONE/AP/BEBETO MATTHEWS

(sda-ats)

Bei einem Vorfall mit einem Kleinlaster im New Yorker Stadtteil Manhattan hat es acht Tote und Verletzte gegeben. Nach Angaben des New Yorker Bürgermeisters Bill de Blasio handelt es sich um einen "Terrorakt".

Das sagte der Bürgermeister am Dienstag bei einer Pressekonferenz. Beim Fahrer handelt es sich nach Polizeiangaben um einen 29-jährigen Mann. Seine genaue Identität wollten die Behörden zunächst aus ermittlungstaktischen Gründen nicht bekannt geben.

Das Ganze habe sich im Südwesten Manhattans ereignet, teilte die New Yorker Polizei (NYPD) mit. Das Fahrzeug sei auf einen Fussgänger- und Fahrradweg im Süden Manhattans gefahren und habe mehrere Menschen gerammt. Zahlreiche Strassenblocks weiter südlich habe er einen Schulbus gerammt und sei dann mit seinem Fahrzeug zum Stehen gekommen.

Der Autofahrer sei dann aus dem Wagen gestiegen und sei mit einer Paintball-Waffe und einem Luftgewehr bewaffnet gewesen. Er sei von einem uniformierten Beamten in den Bauch geschossen, in Gewahrsam genommen und in ein Spital gebracht worden.

Feige Tag

Nach Angaben von Gouverneur Andrew Cuomo handelt es sich um einen Einzeltäter, es wird nach niemand anderem mehr gefahndet. Es gebe keine Hinweise auf eine andere akute Bedrohung in der Millionenmetropole. New York sei als weltweites Symbol der Freiheit getroffen worden, sagte Cuomo. "Seien Sie New Yorker!", sagte Cumo. "Leben Sie ihr Leben, lassen Sie ihr Leben nicht von anderen bestimmen."

Der Strassenblock an der Chambers Street wurde abgesperrt, Polizei und Feuerwehr waren vor Ort, Helikopter kreisten über der Gegend. Dutzende Schüler der High School und Schaulustige standen an den Absperrungen. Auf den Strassen stauten sich tausende von Fahrzeugen. Wegen des Halloween-Fests waren zudem deutlich mehr Menschen auf den Strassen unterwegs als sonst.

"Ich habe Schüsse gehört und dann hat es auch danach gerochen", sagt John Williams, der während des Vorfalls ganz in der Nähe mit seinem Skateboard auf dem Weg zu einem Skaterpark war. "Zwei Frauen mit Kindern sind auf mich zugerannt, jemand schrie: "Er hat eine Pistole."

Festnahme eines Mannes

Zuerst sei er weggegangen, habe sich dann aber wieder auf den Ort des Vorfalls zubewegt, sagte der 22-Jährige der Nachrichtenagentur dpa. "Ich sah einen Mann auf dem Boden liegen mit dem Gesicht nach unten, es sah aus, als wäre er erschossen worden. Ein anderer Mann wurde gerade festgenommen."

Ezequiel Gonzalez war auf der anderen Strassenseite, als der Vorfall passierte. "Ich hörte Geräusche, es klang wie von einem Auto", sagte der 18-Jährige. "Dann sah ich wie die Menschen reagierten, es gab viel Verwirrung, niemand wusste, was los war. Die Vorderseite des Autos war eingedrückt, überall waren Trümmer und Müll."

Das Weisse Haus teilte mit, US-Präsident Donald Trump sei über den Vorfall informiert worden und werde auf dem Laufenden gehalten. "Unsere Gedanken und Gebete sind mit allen Betroffenen." Trump meldete sich zudem via Twitter zu Wort: "Es sieht wie eine weitere Attacke einer sehr kranken und gestörten Person aus", schrieb Trump. Die Ermittler arbeiteten das Ereignis auf. "Nicht in den USA!", beendete Trump seine erste Reaktion.

Verschärfte Einreisekontrollen

Sollte sich die Einschätzung der Sicherheitsbehörden bestätigen, würde es sich um den ersten Terroranschlag in der Amtszeit von Präsident Trump handeln. Der Republikaner hat sich vehement für eine Verschärfung der Einwanderungspolitik in den USA stark gemacht und dies damit begründet, dass er die Terrorgefahr für die USA als sehr konkret einschätze. So wollte er ein Einreiseverbot für Menschen aus überwiegend muslimisch geprägten Ländern einführen, scheiterte damit aber vor Gerichten. Trotz aller scharfen Rhetorik sind extremistisch motivierte Anschläge in den USA vergleichsweise selten.

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SDA-ATS