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In der brasilianischen Metropole São Paulo werden die Taxifahrer an die Kandare genommen: In der Stadt gilt ein neuer Verhaltenskodex für Taxifahrer, sie dürfen nicht mehr in Shorts am Steuer sitzen, nicht mehr fluchen und sich nicht mehr über Fussball aufregen.

Unrasierten, schlecht frisierten oder generell ungepflegten Taxifahrern droht ein Bussgeld von umgerechnet rund 8,25 Euro.

Die Massnahmen, die seit Montag gelten, sind Teil eines Programms, das die Apps zur Reservierung von Taxen sowie die Konkurrenz durch den Fahrdienst Uber regeln soll.

Ab Anfang März soll den Fahrgästen bei den Apps für ihre Smartphones eine Funktion zur Verfügung stehen, über die sie die Qualität ihres Taxidienstes bewerten können. Diesen Bewertungen entsprechend können Taxifahrer vor eine Disziplinarkommission oder sogar vor die Justiz zitiert werden.

Dem Dekret zufolge müssen Taxifahrer künftig ein Hemd, dunkle Jeans oder eine Anzughose tragen sowie einen Gürtel und geschlossene Schuhe - Chauffeure von Luxusfahrzeugen wird Smoking oder Anzug mit Krawatte vorgeschrieben. Ausserdem sollen die Taxifahrer Kontroversen über Fussball, Politik oder Religion vermeiden. Ihre Fahrgäste sollen sie mit "Optimismus und Freude" empfangen. Fluchen ist verboten.

Darüberhinaus wird den Taxifahrern in der brasilianischen Mega-Metropole vorgeschrieben, dass sie Fahrgäste nicht diskriminieren dürfen. Wer kein Aufladegerät für ein Handy anbietet oder die Bezahlung per Kreditkarte verweigert, dem drohen Strafen.

Proteste gegen Uber-Fahrdienst

Die Taxifahrer in São Paulo protestieren wie ihre Kollegen in Europa seit Monaten gegen den Fahrdienst Uber. Der US-Fahrdienstanbieter ist eines der erfolgreichsten Start-up-Unternehmen der Welt.

Uber vermittelt über Smartphone-Apps und das Internet Fahrten in verschiedenen Angebots- und Preisklassen. Das Unternehmen ist vor allem etablierten Taxiunternehmen in vielen Ländern ein Dorn im Auge.

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SDA-ATS