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Niederländerin gesteht Tötung von vier Babys

Eine Niederländerin hat zugegeben, vier Babys direkt nach der Geburt getötet zu haben. Die Kinder habe sie in ihrem Zimmer im Haus der Eltern heimlich ohne jede Hilfe zur Welt gebracht, berichtete die junge Frau am Dienstag vor Gericht.

Nach den Geburten zwischen 2003 und 2009 habe sie die Babys erstickt, zum Beispiel mit einem T-Shirt. "Das muss doch eine übermenschliche Anstrengung gewesen sein", sagte der Vorsitzende Richter in Leeuwarden, der Hauptstadt der Provinz Friesland.

"Es ging so, allerdings tat es sehr weh", erwiderte die wegen vierfacher Kindestötung angeklagte Zahnarzthelferin. Als Motiv gab die Angeklagte "Angst, Scham und Panik" an. "Ich wollte eigentlich die perfekte Tochter sein, niemand sollte merken, dass ich schwanger war."

Die Leichen der drei Jungen und eines Mädchens habe sie in Abfallsäcke gesteckt und dann in Koffern auf dem Estrich sowie in einem Schuppen auf dem Grundstück ihrer Eltern im friesischen Dorf Nij Beets versteckt. Gegen den Leichengeruch habe sie später einen Duftspray eingesetzt.

"Und danach sind sie dann wieder zur normalen Tagesordnung übergegangen? Was haben sie sich dabei gedacht?", fragte der Richter. Das könne sie nicht beantworten, erwiderte die Angeklagte.

Die Frau war im Herbst 2010 festgenommen worden. Ihre Eltern sagten aus, keine Ahnung von den Schwangerschaften gehabt zu haben. Die Polizei hatte laut Anklage "Hinweise einer Person aus der nahen Umgebung von der Angeklagten erhalten, die Schwangerschaften vermutete, aber nie Kinder sah".

Die 26-Jährige hatte zunächst behauptet, sie habe die Babys zur Adoption freigegeben. Zum Vater oder den Vätern machte die Staatsanwaltschaft keine Angaben.

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