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Fiesch VS - Die Untersuchungsstelle Bahnen und Schiffe (UUS) des Bundes hat bis am Montag noch keine Hinweise auf die Ursache des schweren Zugunglücks im Oberwallis vom letzten Freitag gefunden. Der Lokomotivführer hat laut den Experten eine Deformation im Bahngleis bemerkt.
Drei Experten der Untersuchungsstelle haben die zwei umgekippten Wagen des "Glacier Express" unter die Lupe genommen. Die Unfallwaggons befinden sich zur Zeit im Depot der Matterhorn Gotthard Bahn (MGB) in Brig.
Walter Kobelt, Chef der UUS, sagte am Montag in Brig vor den Medien, der Lokomotivführer habe vor dem Unfall eine Verformung der Schienen gesehen. Der Lokführer habe jedoch nicht mehr bremsen können.
Schienen nach Unfall beschädigt
Ob es diese Deformation wirklich gegeben hat, kann Kobelt nicht bestätigen. "Die Schienen sind wegen des Unfalls zu sehr beschädigt", sagte er. Der Lokomotivführer wird zurzeit psychologisch betreut.
Bis anhin haben die technischen Abklärungen der Experten noch nichts ergeben. An den Achsen, den Spurweiten und den Spurkränzen - sie halten die Räder auf der Schiene - sei alles normal, sagte Kobelt. Weitere Untersuchungen an den Wagen seien jedoch noch im Gang.
Am Unfallort zwischen Lax und Fiesch wurden zudem die Schienen ausgemessen. Sie müssen nun mit Standardschienen verglichen werden, um festzustellen, ob sie den Vorschriften entsprechen.
Testfahrten am Montagabend
Bereits ausgewertet ist hingegen der Fahrdatenschreiber. Die Daten - besonders zur Geschwindigkeit des Zuges - wollen die Experten jedoch mit den Aussagen des Lokomotivführers abgleichen. Dazu werden sie am Montagabend Testfahrten durchführen. Zudem forderten Kobelt und sein Team ein geologisches und auch ein meteorologisches Gutachten an. Letzteres soll speziell über die Windverhältnisse zur Unfallzeit Aufschluss geben.
Kobelt wies darauf hin, dass die Untersuchungen noch Wochen oder sogar Monate in Anspruch nehmen könnten.
Alle ausser Lebensgefahr
Drei Tage nach dem Unglück sind noch 13 Personen im Spital. Marcel Schmid, ärztliche Direktor des Gesundheitsnetzes Wallis, gab sich zuversichtlich, dass die meisten bis Ende Woche das Spital verlassen können.
Beim Unfall kam eine 64-jährige Japanerin aus Osaka ums Leben. Insgesamt wurden 40 Menschen verletzt in Spitäler gebracht. Die Mehrheit der Verletzten stammen ebenfalls aus Japan.

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SDA-ATS