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930 Kilometer weit geflogen: Anfang Juli testete Nordkorea erstmals erfolgreich eine Interkontinentalrakete. (Archivbild)

KEYSTONE/AP KCNA via KNS

(sda-ats)

Nordkorea hat den USA offen mit einem Atomangriff mitten ins Herz des Landes gedroht. Sollten die Amerikaner weiter versuchen, einen Regierungswechsel in Pjöngjang herbeizuführen, werde Nordkorea mit einem Gegenangriff reagieren.

Dies liess die nordkoreanische Staatsagentur KCNA verlauten, wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap am Dienstag berichtete.

Vergangene Woche hatte CIA-Direktor Mike Pompeo Berichten zufolge auf die Möglichkeit eines Regierungswechsels in Nordkorea angespielt. Er hatte gesagt, am Wichtigsten sei es, dass die USA eine Möglichkeit entdeckten, die nordkoreanische Regierung von Machthaber Kim Jong Un von den Atomwaffen zu trennen und diese beiden auseinanderzubrechen.

"Sollten die USA es wagen, das geringste Anzeichen eines Versuchs zu zeigen, unsere oberste Führung zu beseitigen, werden wir mit unserem mächtigen Atomhammer, der mit der Zeit geschliffen und gehärtet wurde, einen erbarmungslosen Schlag in das Herz der USA machen", zitierte KCNA das nordkoreanische Aussenministerium.

Pompeo habe mit seinen Bemerkungen eine Linie überschritten. Nun sei klar, dass es das ultimative Ziel der Regierung von US-Präsident Donald Trump sei, einen Regierungswechsel herbeizuführen, hiess es.

Vorbereitung für weiteren Raktentest?

Nordkorea könnte nach US-Einschätzung in den kommenden Tagen erneut eine Rakete testen. Auf einem Test-Gelände nordwestlich der Hauptstadt Pjöngjang sei eine erhöhte Aktivität beobachtet worden, die auf einen bevorstehenden Raketenstart hindeute, hiess es aus den USA.

Wie am Dienstag aus US-Regierungskreisen verlautete, haben Geheimdienste zudem den Transport von Ausrüstungsgegenständen auf dem Testgelände Kusong ausgemacht, die für eine Interkontinental- oder eine Mittelstreckenrakete benötigt würden.

Anfang Juli testete Nordkorea nach eigenen Angaben erstmals erfolgreich eine Interkontinentalrakete und löste damit international scharfen Protest aus. Südkoreanischen und japanischen Angaben zufolge flog das Geschoss rund 930 Kilometer weit in Richtung Japanisches Meer und landete vor Japans Küste. Eine Interkontinentalrakete könnte auch die USA erreichen.

UNO-Verbot mehrmals missachtet

Die Vereinten Nationen verbieten es dem kommunistischen Land, Raketen zu entwickeln oder zu testen. Dennoch hat die Führung in Pjöngjang vor allem seit Anfang vergangenen Jahres zahlreiche Raketen in bislang nie dagewesener rascher Folge getestet. Auch zwei von insgesamt fünf Atomtests fanden in diesem Zeitraum statt.

US-Präsident Donald Trump hatte Anfang Juli gewarnt, die Ära strategischer Geduld mit Pjöngjang sei vorüber. Er hatte zudem China aufgefordert, grösseren Druck auf seinen Verbündeten Nordkorea auszuüben.

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SDA-ATS