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Nordkorea will keine weiteren Militärgespräche mit Südkorea führen. Südkorea wünsche keine Verbesserung der Beziehungen, sagte ein Delegierter aus Pjöngjang laut einer Meldung der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA. Deswegen sehe Nordkorea keine Notwendigkeit, sich weiter zu engagieren.

Die südkoreanische Regierung erklärte, ihr Angebot für Gespräche auf einer höheren militärischen Ebene bestehe fort. Bedingung sei allerdings, dass der Norden wegen der Angriffe im vergangenen Jahr "verantwortliche Schritte" einleite.

Am Vortag hatten Militärvertreter die ersten offiziellen Verhandlungen seit Monaten abrupt abgebrochen, nachdem sich beide Seiten nicht auf eine Agenda für ein geplantes erstes Treffen auf hochrangiger Ebene seit mehr als drei Jahren einigen konnten.

Gegenseitige Schuldzuweisungen

Die nordkoreanischen Streitkräfte teilten mit, Seoul bestünde in unangemessener Weise darauf, dass der Norden Verantwortung für die beiden Angriffe im vergangenen Jahr übernehme. Nachdem der Norden diese Vorbedingung für die Gespräche nicht akzeptiert habe, hätten die südkoreanischen Streitkräfte abrupt die Verhandlungen beendet.

Südkorea hatte dagegen am Mittwoch den Norden für das Scheitern der Vorgespräche verantwortlich gemacht. Die nordkoreanische Delegation habe das Treffen kurz nach Beginn geschlossen verlassen.

Südkorea hatte darauf gedrungen, dass es bei den Gesprächen hochrangiger Militärvertreter vor allem um zwei Angriffe des Nordens im vergangenen Jahr gehen solle. Nordkorea wollte aber auch andere militärische Fragen diskutieren, wie das südkoreanische Verteidigungsministerium am Mittwoch mitteilte.

Militärische Zwischenfälle

Im November vergangenen Jahres hatten die nordkoreanischen Streitkräfte die südkoreanische Insel Yeonpyeong beschossen. Dabei kamen vier Menschen ums Leben.

Ausgelöst wurde der Zwischenfall offenbar durch ein südkoreanisches Manöver, durch das sich der Norden provoziert fühlte. Es war der erste Angriff Nordkoreas auf von Zivilisten bewohnte Gebiete seit dem Ende des Korea-Kriegs 1953.

Bereits im März spitzten sich die Spannungen nach dem Untergang des südkoreanischen Kriegsschiffs "Cheonan" zu, bei dem 46 Seeleute ums Leben kamen. Internationalen Ermittlungen zufolge wurde die "Cheonan" von einem nordkoreanischen Torpedo versenkt. Pjöngjang hat dies zurückgewiesen.

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SDA-ATS