Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Mit dem Fehlstart einer Langstreckenrakete hat Nordkoreas neuer Machthaber Kim Jong Un ein Desaster vor den Augen der Weltöffentlichkeit erlebt. Die internationale Kritik am Startversuch fällt heftig aus.

"Trotz des Scheiterns bedroht Nordkoreas provokatives Handeln die regionale Sicherheit, verletzt Völkerrecht und steht im Widerspruch zu seinen jüngsten Zusicherungen", sagte ein US-Regierungssprecher.

Auch die EU-Aussenbeauftragte Catherine Ashton kritisierte, dass Nordkorea gegen eine UNO-Resolution verstossen habe, die von dem Land einen Verzicht auf jegliche ballistische Raketen verlangt. Ashton nannte den Raketenstart "gefährlich und destabilisierend".

Südkorea befürchtete, dass die Regierung in Pjöngjang nun mit weiteren Atomtests ihre militärische Stärke unter Beweis stellen will. Die Aussenminister der G8-Staaten verurteilten den Start als Bruch einer UNO-Sicherheitsratsresolution.

Nordkoreas Verbündeter China rief alle Beteiligten zur Ruhe auf. Aus Kreisen des Aussenministeriums in Moskau verlautete, Russland werte den Versuch als Bruch einer UNO-Resolution, die dem Einsatz von Raketentechnologie Grenzen setzt. Der russische Aussenminister Sergej Lawrow schloss aber schärfere Sanktionen aus.

Auch die Schweiz verurteilte Nordkoreas Raketenstart scharf. Die Aktion könne die Spannungen in der Region verstärken. Nordkorea sei verpflichtet, sich an Resolutionen des UNO-Sicherheitsrats zu halten.

Nach wenigen Minuten explodiert

Nach nordkoreanischen Angaben sollte die Rakete Unha-3 einen Wettersatelliten ins All bringen. Nachbarstaaten und die USA befürchteten aber einen verdeckten militärischen Test für eine Rakete, die mit Atomsprengköpfen bestückt auch Alaska erreichen könnte.

Mit dem Start hätte eigentlich der 100. Geburtstag des verstorbenen Staatsgründers Kim Il Sung gefeiert werden sollen. Bereits nach wenigen Minuten und gerade einmal rund 100 Kilometern explodierte die Rakete und stürzte westlich der koreanischen Halbinsel ins Meer.

Durch neuerliche Sanktionen, wie sie Japan bereits angekündigt hat, könnte sich Nordkorea zu einer Reaktion wie einem Atomtest oder einem Angriff auf Südkorea herausgefordert fühlen.

Das Scheitern eines derart prestigeträchtigen Projektes könnte innerhalb der Führung des weitgehend isolierten Landes aber auch zu einer Gegenreaktion führen und Zweifel an den Fähigkeiten des neuen Staatschefs Kim Jong Un wecken.

SDA-ATS