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Norwegischer Migros-Auto-Lieferant Think sucht Investor

Der norwegische Elektroautohersteller Think ist erneut pleite. Ein Insolvenzverwalter sei ernannt worden, er müsse jetzt entscheiden, wie es mit Think weitergehe.

"Wir brauchen frisches Geld und wir waren im Gespräch mit möglichen Investoren, aber wir haben es nicht geschafft, an neues Kapital heranzukommen, um die Geschäfte fortzuführen", sagte ein Unternehmenssprecher dem norwegischen Online-Portal e24. Das Unternehmen war eines der ersten, das ein Elektroauto auf den Markt brachte: einen kleinen Zweisitzer mit einer Reichweite von 160 Kilometern, das Modell Think City.

Nicht zum ersten Mal pleite

Die kleine Firma bewegte sich in den 20 Jahren ihrer Existenz immer wieder am Rande der Pleite. Zweimal, 1998 und 2006, musste sie schon ihre Insolvenz erklären. 2009 bewahrte einer der Zulieferer, der US-Batteriehersteller Enerdel, Think vor dem Bankrott und wurde im Gegenzug mit einem Anteil von 31 Prozent Grossaktionär. Die Montage wurde nach Finnland ausgelagert. Nach Angaben von e24 stehen die Bänder dort allerdings seit März still. Zulieferer beschweren sich über unbezahlte Rechnungen.

Think liefert unter anderem auch seit dem vergangenen Herbst der Migros das Elektroauto Think City. Kurzfristig habe die Pleite von Think keine Auswirkungen auf die Migros-Vertriebsgesellschaft M-Way, sagte Migros-Sprecher Urs Peter Naef auf Anfrage der sda.

Die Migros könne sämtliche Lieferverpflichtungen erfüllen. Es seien genug Fahrzeuge an Lager. Ausserdem würden sämtliche Service-, Garantie-, Wartungs- und Reparaturarbeiten vollumfänglich garantiert. Bisher sind laut Migros rund 100 Elektroauto Think City in Verkehr gesetzt worden.

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