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Wellington - Der nach dem verheerenden Erdbeben vom Samstag in der neuseeländischen Stadt Christchurch verhängte Notstand ist bis Mittwoch verlängert worden. Auch am Morgen wurde die Gegend um die zweitgrösste Stadt Neuseelands wieder von heftigen Erdstössen erschüttert.
Nach einem Bericht der Zeitung "The Press" hatte ein Nachbeben die Stärke 4,5. Teile der zerstörten Innenstadt von Christchurch blieben weiterhin abgeriegelt. Schulen, Büros und Geschäfte waren geschlossen.
Auch der städtische Linienbusverkehr werde vor Mittwoch nicht wieder aufgenommen. Die Eisenbahn soll voraussichtlich am Dienstag wieder fahren.
Das Ausgehverbot blieb die zweite Nacht in Folge in Kraft. Hunderte von Menschen mussten die Nacht erneut in Notquartieren verbringen. Bürgermeister Bob Parker schätzt, dass es noch Monate dauern kann, bis sich das Leben wieder völlig normalisiert hat. Vorläufige Schätzungen sprechen von einem Schaden von umgerechnet gut einer Milliarde Euro.
Der Zivilschutz geht davon aus, dass das Erdbeben der Stärke 7,1 mehr als 500 Geschäftsgebäude beschädigt hatte. Bis zu 20 Prozent der Häuser in der rund 400'000-Einwohner-Stadt seien unbewohnbar.
Bei dem Beben waren mehrere Menschen verletzt worden - ein Mann starb an einem Herzinfarkt. Das schlimmste Erdbeben in Neuseeland seit fast 90 Jahren hatte Gebäude, Brücken und Strassen beschädigt.
Die Erde in Neuseeland bebt häufig, weil hier zwei riesige Erdplatten aufeinanderstossen. Nach Angaben von Seismologen gibt es bis zu 15'000 Erdbeben pro Jahr, aber nur maximal 150 davon sind zu spüren. Das bislang verheerendste Erdbeben traf 1931 die Stadt Napier auf der Nordinsel. Mehr als 250 Menschen starben damals.

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SDA-ATS