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"Die Firmen sind zurückhaltender bei der Preissetzung", sagt der scheidende Novartis-Chef Jimenez zu den Auswirkungen der Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen die Pharmaindustrie. (Archiv)

KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS

(sda-ats)

Die Pharmaindustrie muss der Gesellschaft mehr zurückgeben. Das rät der abtretende Novartis-Chef Joseph Jimenez seiner Branche, um ihre schlechte Reputation zu verbessern. Der Zugang zu Medikamenten müsse für alle Patienten verbessert werden.

Niemand solle aus finanziellen Gründen ausgeschlossen werden. Der Verbesserungsbedarf bestehe nicht nur in den Entwicklungsländern, sagte Jimenez im Interview mit der "NZZ am Sonntag". Jimenez übergibt den Chefposten des Basler Pharmariesen, den er 2010 übernommen hatte, im Februar seinem Nachfolger Vasant Narasimhan.

Der Amerikaner attestiert zudem US-Präsident Donald Trump, er habe mit seinen Drohungen gegen die Pharmaindustrie im Wahlkampf Resultate erzielt. "Die Firmen sind zurückhaltender bei der Preissetzung". So habe Novartis bei Kymriah, einer Therapie gegen Leukämie, einen Preis unter den Erwartungen von Analysten und einigen grossen Aktionären etabliert.

Zwar seien 475'000 Dollar immer noch ein sehr hoher Preis. "Aber selbst unsere Kritiker geben zu, dass er akzeptabel ist angesichts einer einmaligen Behandlung, die lebensrettend wirkt und Jahre von Spitalaufenthalten vermeiden helfen kann", sagt Jimenez. "Ich denke, wir haben das richtige Mass gefunden." Vor fünf Jahren hätte Novartis den Preis wohl bei 600'000 bis 700'000 Dollar angesetzt.

Die Preise in den USA würden sich nun langsam dem tieferen Niveau in Europa annähern, prognostiziert der scheidende Novartis-Chef. Das werde langsam und graduell passieren, womit die Branche umgehen können sollte.

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SDA-ATS